Artikel drucken
13.03.2019

Luxemburg: Aderhold gründet Standort für Fintech-Beratung

Aderhold hat Ende Februar ein erstes Büro im Ausland eröffnet: Dazu wechselte der luxemburgische Anwalt Charles Krier (38) von Wildgen zu Aderhold. Weitere geschäftsführende Gesellschafter des unter Aderhold Luxembourg firmierenden Büros sind die Münchner Partner Frank Müller und Dr. Matthäus Schindele. Die beiden Fintech- und Payment-Spezialisten sind auch die Treiber des Schrittes.

Charles Krier

Charles Krier

Krier arbeitete seit Herbst 2013 bei der traditionsreichen luxemburgischen Einheit Wildgen, von Sommer 2015 bis Herbst 2018 als Director. Er betreut Mandanten vor allem im Bank- und Gesellschaftsrecht. Vor seiner Zeit bei Wildgen hatte Krier bei der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) gearbeitet, der luxemburgischen Finanzaufsicht. Dort war er für die Bereiche Payments, Innovation und Governance zuständig.

Der Kontakt zwischen Krier und Müller entstand vor rund eineinhalb Jahren über das Fintech-Lawyers-Netzwerk, zu dessen Gründern der Münchner Aderhold-Partner gehört. Zwischenzeitlich arbeiteten sie in verschiedenen internationalen Mandaten zusammen, insbesondere für Klienten aus Asien, bei denen Luxemburg als EU-Standort geschätzt ist. Dieses Geschäft kann Aderhold nun direkt abwickeln.

Im Herbst 2016 hatten die Fintech-Berater bei Aderhold bereits einen Standort in Berlin aus der Taufe gehoben, den die ehemalige PayPal-Juristin Dr. Susanne Grohé leitet. Aktuell arbeiten für Aderhold in der Hauptstadt vier Berufsträger. Insgesamt zählt der Bereich Fintech und Payment bei Aderhold zwölf Anwälte, davon vier Equity-Partner, zwei Salary-Partner und sechs Associates.

Ashurst baut Präsenz aus

Antonios Nezeritis

Antonios Nezeritis

Ihre Präsenz in Luxemburg ausgeweitet hat in den vergangenen Monaten auch Ashurst. Als neuer Partner kam im Februar Antonios Nezeritis (45), ebenfalls von Wildgen. Er hat langjährige Erfahrung im luxemburgischen Fondsrecht und in der Registrierung sowie im Compliance-Prozedere für ausländische Fonds. Nezeritis war zuletzt zwei Jahre lang Partner bei Wildgen. Davor hatte er fast 15 Jahre für Dechert in Luxemburg gearbeitet, unterbrochen durch etwas mehr als drei Jahre bei Elvinger Hoss Prussen.

Das Ashurst-Büro in Luxemburg besteht seit Oktober 2018. Damals wechselten Cécile Henlé und Georges Simon als Partner von der renommierten Kanzlei Loyens & Loeff. Sie haben unter anderem einen Schwerpunkt im Steuerrecht und in grenzüberschreitenden Transaktionen.

Insgesamt arbeiten bei Ashurst in Luxemburg derzeit zehn Berufsträger, darunter vier Partner, Managing-Partnerin ist Isabelle Lentz. Ziel ist es weiter, durch Umzüge und Neueinstellungen vor Ort bis Ende des Jahres auf 25 Berufsträger zu kommen. Das bisherige Luxemburg Desk bei Ashurst in London soll weitgehend in dem neuen Büro aufgehen. 

Die Kanzlei Wildgen geht auf eine Vorgängerin zurück, die im Jahr 1923 entstand. Derzeit zählt sie 10 Partner, 7 Directors und 19 Associates. Die Finanz- und Fondsspezialistin Mevlüde-Aysun Tokbag leitet als Partnerin das deutsche Desk der Kanzlei. (Raphael Arnold)

  • Teilen