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12.03.2019

Umsatz 2018: Gleiss Lutz knackt die 200-Millionen-Euro-Marke

Gleiss Lutz konnte ihren Umsatz im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge steigern: Mit 200,2 Millionen Euro Umsatz gelang der Kanzlei erstmals der Sprung über die 200-Millionen-Euro-Marke. Zu den Gewinnern des Geschäftsjahres avancierte die Geschäftseinheit ‚Regulatory & Litigation‘ der Full-Service-Kanzlei. Auch der Umsatz pro Berufsträger ist leicht angestiegen.

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Michael Arnold

Gegenüber 2017 (195 Millionen Euro) stieg der Umsatz von Gleiss Lutz 2018 noch mal um 2,7 Prozent auf 200,2 Millionen. 2016 gelang der Kanzlei der größte Umsatzsprung der vergangenen Jahre. Der Umsatz schoss seinerzeit mit einem Plus von 14 Prozent auf 190 Millionen Euro. Dieses Niveau konnte die Kanzlei in den vergangenen Jahren immer wieder mit neuen Rekordergebnissen leicht anheben.

Das gilt auch für die Produktivität: 2016 entfielen erstmals über 700.000 Euro auf jeden Berufsträger der weiterhin personell wachsenden Kanzlei. 2017 stieg der UBT um 0,5 Prozent auf 707.000 Euro an. Im Vergleich zu diesem Rekordergebnis schafft es Gleiss 2018, ihren UBT nochmals um 0,3 Prozent auf 709.000 Euro zu steigern. Die Anzahl der Berufsträger stieg 2018 um 2,3 Prozent auf 282,2 FTE.

Die Umsatzsteigerung des vergangenen Jahres geht insbesondere auf den Geschäftsbereich ‚Regulatory & Litigation‘ zurück, zu dem auch die bekannte kartellrechtliche Beratung und Prozessbegleitung gehört. Auch ‚Advisory‘, der zweite von insgesamt drei Geschäftsbereichen, schnitt nach Angaben der Kanzlei dynamischer ab als ‚Transactions‘, wo insbesondere der Weggang des Private-Equity-Partners Dr. Jan Bauer zu Skadden Arps Slate Meagher & Flom eine Lücke hinterließ. Diese soll unter anderem mit dem für das laufende Geschäftsjahr angekündigten Zugang von Dr. Andreas Löhdefink von Sherman & Sterling wieder geschlossen werden.

Zeit für Full-Service-Mandate

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Alexander Schwarz

Die Neuordnung der Kanzlei in die drei sogenannten ‚Core Business Units‘ geht auf die Managing-Partner Dr. Alexander Schwarz und Prof. Dr. Michael Arnold zurück, die seit Anfang 2016 die Traditionskanzlei leiten. Das Duo antizipierte erfolgreich den Trend zu einer komplexeren, Geschäftsbereiche überspannenden Beratung, die im Markt etwa mit Blick auf interne Untersuchungen weiter um sich greift.

Das VW-Aufsichtsrechtsmandat von Gleiss ist ein Beispiel dafür, wie gesellschaftsrechtliche Beratung der Ausgangspunkt sein kann für solche lukrative Full-Service-Mandate. Auch das Mandat der Bundesrepublik Deutschland rund um den letztlich verhinderten Einstieg von State Grid Corporation of China beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz belegt die funktionierende Vernetzung der Geschäftsbereiche. Zu den Mandanten, die 2018 außerdem zur Umsatzsteigerung der Gesamtkanzlei beitrugen, gehörte etwa Daimler, die sich im Lkw-Kartell und Autokartell umfassend von Gleiss vertreten lassen, sowie Bilfinger mit ihrem Compliance-Mandat. (Helena Hauser, Martin Ströder)

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