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16.04.2019

Berlin und Frankfurt: PwC Legal wächst mit Prozess- und Energierechtlern von Lindenpartners und Clifford

PricewaterhouseCoopers Legal baut in Berlin und Frankfurt kräftig aus: Nachdem bereits zum April ein Energierechtler den Berliner Standort verstärkte, kommen zum Mai drei Litigation-Experten von Lindenpartners. Zum Juni steigen dann auch in Frankfurt zwei Prozessrechtler von Clifford Chance ein. Von den sechs Zugängen kommen drei als Partner. Weiteres Wachstum ist geplant.

Sebastian Helmes

Sebastian Helmes

Im Energierecht hat sich die Big-Four-Gesellschaft bereits zum April mit Dr. Sebastian Helmes am Standort Berlin verstärkt. Helmes, der als Senior Manager beginnt, ist für Praxisgruppenleiter Dr. Boris Scholtka kein Unbekannter: Beide haben bereits in seiner Energierechtsboutique Scholtka & Partner zusammengearbeitet. Die Kanzlei zerbrach, als Scholtka im September 2015 mit einem Team zu PwC Legal ging. Andere Partner wechselten damals zu Beiten Burkhardt.

Helmes war vor seinem Wechsel zu PwC Legal seit 2014 bei Sterr-Kölln & Partner tätig und verantwortete dort die Arbeit im Öffentlichen Wirtschaftsrecht sowie im Energiewirtschaftsrecht. Der 42-Jährige verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Prozessführung und hat bundesweit zahlreiche verwaltungsgerichtliche Verfahren beispielsweise zur Zulassung von Windenergieprojekten vertreten. Bei PwC Legal soll Helmes vor allem die öffentlich-rechtliche Beratung der Energiebranche unter anderem beim Kohleausstieg verstärken.

Weiteres Wachstum in Berlin

Bereits zum Mai wächst das Berliner Büro mit einem dreiköpfigen Team von der Berliner Kanzlei Lindenpartners. Die Neuzugänge sollen helfen, eine Dispute-Resolution-Praxis aufzubauen. Mit Dr. Martin Beckmann und Dr. Roman Dörfler steigen dazu zwei neue Partner bei PwC Legal ein, zudem wird Christoph Ostermeyer Manager am Berliner Standort.

Roman Dörfler

Roman Dörfler

Dörfler gehörte 2006 – damals noch als Associate – zum Startteam von lindenparterns, als die Kanzlei als Spin-off von Boetticher Hasse Lohmann entstand. 2010 wurde er Partner. Der 43-Jährige hat unter anderem Erfahrung bei dörflerder Abwehr von Anleger- und Verbraucherklagen sowie bei Beschlussanfechtungen, Gesellschafterstreitigkeiten und Organhaftungsklagen. So gehörte er unter anderem zu dem Team, das die Haspa gegen Anlegerklagen im Zuge der Lehman-Pleite vertrat und einen Ex-Manager im Prozess um das SachsenLB-Desaster beriet.

Martin Beckmann

Martin Beckmann

Beckmann war seit 2010 bei Lindenpartners tätig, seit 2012 als Partner. Der 42-Jährige vertritt Unternehmen bei komplexen Streitigkeiten wie etwa Post-M&A-Verfahren, gesellschafts-, insolvenz- und finanzierungsrechtliche Streitigkeiten sowie vertragsrechtliche Auseinandersetzungen. Bei PwC Legal wird er auch seine Erfahrung in Schiedsverfahren einbringen. Der 33-jährige Ostermeyer stieß erst 2017 zum Prozessteam bei Lindenpartners. Zuvor war er als Unternehmensberater für McKinsey & Company tätig. Bei Lindenparterns sind in der Prozesspraxis noch sechs Partner und sieben Associates beschäftigt.

Auch Frankfurt bekommt Prozessrechtler

Zum Juni 2019 zieht dann der Frankfurter Standort mit weiterem Dispute-Resolution-Quereinsteigern nach: Dort werden Stefan Gentzsch als Partner sowie Dr. Paul Bäder als Senior Manager die Praxis verstärken, die beide von Clifford Chance kommen, wo Gentzsch seit 2008 im Bereich Dispute Resolution tätig war, zuletzt als Counsel.

Der 40-Jährige vertritt Unternehmen unter anderem bei der außergerichtlichen Streitbeilegung, häufig mit internationalem Bezug. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung von Unternehmen aus dem Industrie- und Technologiesektor, dem Energiesektor und der Baubranche unter anderem auch im Nahen Osten: So beriet Gentzsch während eines Secondments in Dubai unter anderem einen den weltweit größten Telekommunikationsausrüster bei dessen Geschäftstätigkeiten in der Region. An diese Arbeit knüpft auch Bäder an, wobei er zuletzt auch Mandanten aus dem Banken- und Finanzdienstleistungssektor beriet. Perspektivisch sollen die beiden Litigation-Teams in Berlin und Frankfurt schnell Zuwachs bekommen. (Ulrike Barth)

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