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16.01.2020

Nach der Fusion: Menold Bezler stellt das Management breiter auf

Menold Bezler hat sich eine neue Führungsstruktur gegeben und die Vertreter für die neuen Gremien gewählt: Statt des bisherigen Management-Duos und eines fünfköpfigen Vergütungsausschusses gibt es nun einen siebenköpfigen Partnerausschuss und drei Managing-Partner. Um das aktuelle Tagesgeschäft kümmern sich zukünftig neben dem langjährigen Managing-Partner Lars Kuchenbecker (51) auch der Corporate-Anwalt Vladimir Cutura (45) und der Steuerexperte Dr. Albrecht Bacher (59).

Lars Kuchenbecker

Lars Kuchenbecker

Zum Jahresanfang hatte Menold Bezler mit BHP fusioniert, einer Stuttgarter Einheit für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Zeitgleich wurde für die nunmehr multidisziplinäre Einheit eine neue Satzung und eine Reform der Managementstrukturen vereinbart. Statt des bisherigen Management-Duos aus Lars Kuchenbecker und Dr. Frank Schäffler gibt es nun drei Managing-Partner für das Tagesgeschäft. An die Stelle des fünfköpfigen Vergütungsausschusses tritt ein siebenköpfiger Partnerausschuss, der auch andere Themen als nur die Vergütung steuern soll.

Vladimir Cutura

Vladimir Cutura

Vergangene Woche wurde laut JUVE-Informationen aus der Partnerschaftsversammlung heraus das neue Führungstrio gewählt: Neben dem langjährigen Managing-Partner und Arbeitsrechtler Kuchenbecker wurden auch der Transaktionsexperte Cutura und der ehemalige BHP-Sprecher Bacher einstimmig gewählt.

Einmütig bestellte die Gesellschafterversammlung zuvor schon den siebenköpfigen Ausschuss, der in seiner zweijährigen Amtszeit die Integration der beiden Einheiten begleiten und der langfristig dann verkleinert werden soll. Ihm gehören auch die drei Managing-Partner an. Zwei der Sitze sind derzeit für das Team von BHP reserviert. Sie werden von Bacher sowie Karl-Heinz Burkhardt eingenommen.

Albrecht Bacher

Albrecht Bacher

Das Gremium verstärken die beiden erfahrenen Corporate-Partner Rudolf Bezler und Dr. Michael Oltmanns. Sie hatten schon in der größeren Konstellation EY Law Luther Menold gearbeitet und sich dann 2003 mit der eigenen Rechtsanwalt- und Notarsozietät Menold Bezler selbstständig gemacht. Weiteres Mitglied des Siebener-Auschusses ist der Sanierungsexperte Schäffler. Er amtierte zwei Jahre lang als Co-Managing Partner und verwaltet weiterhin die Finanzen der Sozietät.

Das Geschäft der Kanzlei hatte sich im vergangenen Jahr deutlich erweitert: Sie gehört nun zu der Riege von gut vernetzten Sozietäten, die Volkswagen und die vom Autobauer mandatierte Großkanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer in der Abwehr von Kundenklagen unterstützen. Durch die Fusion hat sich die Partnerriege der Stuttgarter Kanzlei zudem auf 31 Gesellschafter verbreitert. Der Standort am Killesberg wird derzeit umgebaut und soll zukünftig alle Berufsträger unter einem Dach vereinen. (Sonja Behrens)

 

 

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