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06.04.2020

Reaktion auf Corona-Krise: Freshfields verschiebt Partnerentnahmen

Wie heute bekannt wurde, reagiert auch Freshfields Bruckhaus Deringer auf die Corona-Pandemie mit Sparmaßnahmen, um einer möglicherweise schlechteren Geschäftsentwicklung entgegenzuwirken. Diese betreffen alle Angestellten und Partner weltweit, Corona-bedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.

Die Entnahmen der Partner für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 werden zunächst einbehalten, die entsprechende Quartalsausschüttung auf den September verschoben. Auch die Entscheidung über die Höhe von Bonuszahlungen angestellter Mitarbeiter, ist auf den Spätsommer vertagt. Üblicherweise werden solche Zulagen recht zügig nach dem 30. April, dem Ende des Geschäftsjahres, ausgezahlt.

Für den Zeitraum von einem Jahr, zwischen Mai 2020 und April 2021, werden die Gehälter für alle Mitarbeiter eingefroren, es wird also in dieser Zeit keine Gehaltserhöhungen geben. Ein genereller Einstellungsstopp für Associates ist zwar nicht vorgesehen, doch will die Kanzlei hier etwas zurückhaltender sein, immerhin waren für 2020 ursprünglich circa 100 Associate-Neueinstellungen vorgesehen.

Die Referendarsausbildung läuft dagegen weiter, ebenso wie die meisten Freshfields-Mitarbeiter arbeiten auch die Referendare über digitale Verbindungen aus dem Homeoffice. Durch die Corona-Krise bedingte Kündigungen soll es in keiner Mitarbeitergruppe geben.

In der vergangenen Woche hatten bereits mehrere Kanzleien vorsorglich Sparmaßnahmen ausgerufen: Norton Rose Fulbright hat ihre Mitarbeiter gebeten, die Arbeitszeiten zu verkürzen, Reed Smith wird die Ausschüttungen an die Partner deutlich verringern. Für besonderes Aufsehen sorgte die flächendeckende Kündigung der wissenschaftlichen Mitarbeiter bei Taylor Wessing. (Antje Neumann)

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