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22.02.2021

Sport und Entertainment: Bekannte Sportrechtler gründen Blueport Legal

In Hamburg ist eine auf sport- und presserechtliche Beratung spezialisierte Kanzlei an den Start gegangen: Unter dem Namen Blueport Legal haben sich Jörg von Appen (53) und Dr. Andreas Jens (46) aus der Kanzlei von Appen Jens sowie Dr. André Soldner (44) von der Kanzlei Klinkert mit Dr. Patricia Cronemeyer (43) zusammengetan.

Jörg von Appen, Patricia Cronemeyer, Andreas Jens, André Soldner (v. links)

Jörg von Appen, Patricia Cronemeyer, Andreas Jens, André Soldner (v. links)

Blueport Legal ist auf die Beratung der gesamten Sport- und Medienbranche ausgerichtet. Clubs, Ligen und Verbände, aber auch verschiedene Tech-Start-ups und eSports-Organisationen gehören zu ihren Mandanten.

Von Appen leitete viele Jahre die Rechtsabteilung des größten deutschen Sportrechtevermarkters Sportfive. Mit Jens, der ebenfalls bei Sportfive tätig war, gründete er 2010 die auf die Sportbranche ausgerichtete Kanzlei von Appen Jens. Beide sind auf Vermarktungsfragen spezialisiert. Sie beraten beispielsweise Borussia Dortmund regelmäßig zu medienrechtlichen Fragen, etwa zum Vertrag von BVB Total mit Laola TV. Aber auch zu Transfers berät von Appen regelmäßig, etwa Kai Havert bei dessen Wechsel von Bayer 04 Leverkusen zu Chelsea London. Mit von Appen und Jens wechseln auch die langjährigen Associates Sven Piel und Jana Spack in die neue Kanzlei, wo Piel sein markenrechtliches Geschäft insbesondere für Bundesligavereine fortsetzt, Spack ihre Beratung im Sportarbeitsrecht.

Auf Partnerebene ergänzt das Team um von Appen und Jens der ehemalige Klinkert-Partner Soldner. Er begann seine Karriere bei Ashurst. Mit dem damaligen Partner Dr. Hermann Schlindwein zog es ihn 2011 zu Klinkert, wo er Partner wurde. Soldner ist regelmäßig unter anderem für Sportvereine und -verbände sowie für Spielerberater tätig und berät umfassend zu Spielertransfers und zu Vermarktungsverträgen. Die DFL Deutsche Fußball Liga beriet er 2020 federführend gemeinsam mit dem Klinkert-Partner Piet Bubenzer zur Vergabe der TV-Rechte der Bundesliga.

Cronemeyer bringt als weitere Partnerin presserechtliches Know-how mit in die neue Kanzlei. Sie war bis zuletzt bei Cronemeyer & Grulert tätig, wo sie mit ihrem Partner Stephan Grulert seit 2014 Medienunternehmen, Prominente und Medienschaffende beraten hat. Grulert ist bereits seit Anfang 2020 Partner der Kanzlei Beutler Grulert Brandt in Hamburg. Mit der Aufnahme von Cronemeyer zollen die eher klassisch im Sportrecht tätigen von Appen, Jens und Soldner einer Entwicklung Rechnung, die seit einigen Jahren branchenweit zu beobachten ist: Sport ist Entertainment, Rechtehalter verstehen sich als Medienhäuser und Sportler agieren als Influencer.

Mit der Kanzleigründung soll das Beratungsangebot an der Schnittstelle zwischen Sport und Entertainment ausgebaut werden. Aktuell beraten insgesamt neun Berufsträger bei Blueport Legal, davon vier als Partner. (Martin Ströder)

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