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02.03.2021

USA: Allen & Overy will Büro in Los Angeles eröffnen

Allen & Overy baut ihre Präsenz in den Vereinigten Staaten aus: Die Kanzei warb sechs Partner samt Teams von der US-Wettbewerberin Akin Gump Strauss Hauer & Feld ab. Mit ihrem Fokus auf Projektfinanzierungen in der Energiewirtschaft und dem Infrastruktursektor könnten sie auch das hiesige Geschäft erweitern. Zudem soll das Team perspektivisch in einem Büro in Los Angeles starten. Bislang ist Allen & Overy in den USA nur in Washington und New York präsent.

Nicolaus Ascherfeld

Nicolaus Ascherfeld

Das Büro in Los Angeles soll eröffnen, sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen, so der Plan der Kanzlei. Das neue Team umfasst insgesamt 19 Berufsträger, die Partner Dan Sinaiko (Los Angeles) und John Marciano (Washington) führen es als Doppelspitze. Die beiden haben schon bei Akin Gump die weltweite Finanzierungspraxis zusammen geleitet. Akin Gump, deren Hauptquartier in Washington liegt, ist bekannt für eine starke Lobbyarbeit und Vernetzung zu den Polit- und Wirtschaftseliten. Die angesehene US-Kanzlei zählt 900 Anwälte weltweit. Seit 2013 führt sie nur noch Equity-Partner, nachdem sie die Non-Equity-Stufe abgeschafft hatte. 

Weitere Partner, die zu Allen & Overy gingen, sind der New Yorker Anwalt Greg Lavigne, die beiden Kalifornier Matthew Nesburn und Andrea Wang Lucan sowie Sam Kamyans in Washington. Sie alle arbeiten regelmäßig bei Vorhaben mit, die der Transformation der Energieversorgung gewidmet sind.

„Wir beraten global und auch in Deutschland einige der größten und innovativsten Energie- und Infrastrukturprojekte“, sagte der Hamburger Partner Dr. Nicolaus Ascherfeld, Leiter der deutschen Corporate-Praxis und Experte für Energie und Infrastruktur bei Allen & Overy: „Mit der Übernahme dieses hochkarätigen Partnerteams sichern wir uns weitere Expertise, um unsere Mandanten global bei der Energiewende zu begleiten.“

Die  Energierechtspraxis der Kanzlei steht Mandanten aus dem Energiesektor regelmäßig auch bei der Expansion ins Ausland zur Seite. Auch für deutsche Mandanten aus der Energiebranche mit Expansionsambitionen Richtung USA könnte sich die neue Präsenz an der Westküste also auszahlen. Dazu kommt, dass global aktive Energiekonzerne verstärkt darauf achten, ihre Panels zu verschlanken und gern Kanzleien mit starker internationaler Präsenz auswählen, um mehrere Länder abzudecken. 

Allen & Overy, die in den USA bislang in Washington und New York Büros hatte, folgt mit dem Sprung an die Westküste Freshfields Bruckhaus Deringer, die ihr Silicon-Valley-Büro im vergangenen Sommer eröffnete. (Sonja Behrens, Annika Janßen)

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