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11.03.2010

Freiburg: Spin-off bei Schrade & Partner

Zum März hat sich der Großteil des Freiburger Büros von Schrade & Partner getrennt. Unter Gäng Kramer Döring machten sich sechs Anwälte selbstständig. Die drei Namenspartner Roland Gäng (55), Dr. Andreas Kramer (49) und Dr. Matthias Döring (47) waren lange Jahre für Schrade & Partner tätig, mit ihnen wechseln drei angestellte Anwälte in die neue Kanzlei.

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Roland Gäng

Der Gesellschaftsrechtler Gäng war vor 13 Jahren einer der Gründungspartner des Freiburger Schrade-Büros und lange Zeit in der Geschäftsführung der Kanzlei. Er begründet den Schritt in die Selbstständigkeit mit „unterschiedlichen strategischen Auffassungen“: „Uns ist wichtig, dass wir kurze Entscheidungswege haben“, sagte Gäng.

Die mittelständische Kanzlei Schrade & Partner war in den vergangenen Jahren durch Fusionen stark gewachsen. Derzeit arbeiten rund 30 Anwälte in den sieben baden-württembergischen Büros, weitere vier am Berliner Standort, der auf den Gesundheitssektor spezialisiert ist. Im Freiburger Büro verbleibt nach dem Spin-off nur noch ein Anwalt.

 „Während die Freiburger Kollegen sehr intensiv mit den Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern von Ernst & Young in Freiburg zusammengearbeitet haben, fehlte es an den übrigen Standorten an der engen Verbindung mit einer großen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft“, sagte Dr. Hans-Joachim König, Partner am Stammsitz von Schrade in Villingen-Schwenningen. „Diese Verbindung konnte bis zur Trennung mit Rücksicht auf Ernst & Young auch nicht geschaffen werden, während dies nunmehr für Schrade & Partner möglich ist“, so König. Man habe sich im Einvernehmen getrennt und sei nach wie vor bereit, in einzelnen Mandaten zusammenzuarbeiten.

Gäng Kramer Döring berät vor allem in gesellschaftsrechtlichen Fragen sowie im Handels- und Steuerrecht. Zu den Mandanten gehören vorwiegend mittelständische, teils international tätige Unternehmen aus der Region Freiburg. (Anja Hall)

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