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26.09.2013

Zielgerade: Ashurst-Partner winken weltweite Integration durch

Ein halbes Jahr früher als geplant hat Ashurst die weltweite Integration der Kanzlei abgeschlossen. Die Partnerschaftsversammlungen von Ashurst LLP und Ashurst Australia – ehemals Blake Dawson – stimmten mehrheitlich dafür, Management und Finanzen beider Einheiten zusammenzulegen. Die Änderung tritt ab November in Kraft.

Tobias Krug

Tobias Krug

Ashurst und Blake Dawson hatten 2011 ihren Zusammenschluss angekündigt. Als ersten Schritt legten beide Kanzleien 2012 ihre asiatischen Standorte zusammen, zugleich benannte sich Blake Dawson in Ashurst Australia um (mehr…). Die vollständige Integration von Kanzleifinanzen, Gewinnausschüttungen und Managementstruktur war ursprünglich für das Frühjahr 2014 angepeilt.

Die Partnervergütung bleibt in der fusionierten Kanzlei nach einem Lockstep-System mit Leistungskomponenten geregelt. Geführt wird Ashurst künftig von einem 14-köpfigen Board. Vier Mitglieder stehen bereits fest: Der 2012 gewählte Managing-Partner von Ashurst LLP, James Collis, wird Global Managing-Partner. Der erst im April von Allen & Overy zu Ashurst LLP gewechselte CFO Brian Dunlop bleibt in dieser Funktion für die fusionierte Kanzlei tätig. Hinzu kommen zwei Manager mit Hintergrund aus dem Finanzsektor, die Ashurst LLP und Ashurst Australia bereits im Mai in ihre Führungsgremien aufnahmen. Die übrigen Board-Mitglieder sollen nach Angaben der Kanzlei zeitnah gewählt werden.

Erst vor Kurzem hatte Ashurst ihr deutsches Management neu besetzt. Auf Peter Junghänel, der das Amt des Managing-Partners in den vergangenen vier Jahren inne hatte, folgte im September der Finanzrechtler Dr. Tobias Krug. Der Gesellschaftsrechtler Reinhard Eyring behält die eher repräsentative Position des Head of Germany (mehr…).

Mit der vollständigen finanziellen Integration geht Ashurst einen anderen Weg als diverse andere Kanzleien, die sich in den letzten Jahren international zusammengeschlossen haben. So setzen etwa Salans, SNR Denton und FMC Fraser Milner Casgrain bei ihrer Fusion zu Dentons auf das dezentrale Modell des Schweizer Vereins (mehr…). Diese Organisationsform, bei der die einzelnen Mitgliedskanzleien finanziell eigenständig bleiben, wählten auch Norton Rose und ihre Fusionspartnerin Fulbright & Jaworski (mehr…) sowie zuletzt SJ Berwin und King & Wood Mallesons (mehr…). (Norbert Parzinger)

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