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16.01.2015

Düsseldorf: Baker Tilly Roelfs holt Steuerexperten von KPMG

Der Steuerexperte Joachim Knief (49) ist zum Jahresbeginn als Partner im Düsseldorfer Büro der MDP-Einheit Baker Tilly Roelfs eingestiegen. Knief wechselte von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Zuletzt leitete er die 180 Mitarbeiter starke Essener Niederlassung.

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Joachim Knief

Insgesamt war der Rechtsanwalt und Steuerberater rund 20 Jahre für KPMG tätig. Dort arbeitete er hierzulande an mehreren Standorten und verantwortete eine Zeitlang in Tokio das deutsch-japanische Geschäft. Knief berät sowohl im nationalen wie auch internationalen Unternehmenssteuerrecht, insbesondere bei Restrukturierungen und Unternehmensnachfolgen.

Zu seinen Mandanten zählen vor allem Familienunternehmen sowie mittelständische Produzenten, Dienstleister und Handelsunternehmen. Mit dieser Ausrichtung dürfte er sich bei Baker Tilly gut einfügen, die insbesondere im gehobenen Mittelstand mit ihrem multidisziplinären Ansatz gefragt ist.

Im Steuerrecht hat Baker Tilly in Düsseldorf, wie auch an anderen Standorten noch Nachholbedarf. Den Großteil ihrer Steuerberater und Rechtsanwälte hat die Sozietät in München angesiedelt. Allerdings bauten andere Standorte in den vergangenen Monaten Zug um Zug personell aus. Baker Tilly Roelfs, deren zweiter Schwerpunkt das Gesellschaftsrecht ist, firmiert erst seit gut einem Jahr unter diesem Namen. Zuvor agierte sie unter RölfsPartner. Keimzelle der Rechtsberatung ist die frühere Münchner Kanzlei RP Richter. Mehr als die Hälfte der bundesweit über 60 Anwälte arbeiten in der bayrischen Landeshauptstadt. In Düsseldorf sind zehn Anwälte tätig, davon vier mit steuerrechtlichem Schwerpunkt. Insgesamt zählt Baker Tilly an zwölf Standorten rund 750 Mitarbeiter.

Die Essener Niederlassung von KMPG leitet künftig Dr. Thorsten Hain. Seit 2012 führt er vor Ort bereits die Wirtschaftspüfungsabteilung. KPMG hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als sie kurz vor Jahresende 2014 ihre Struktur änderte und alle Partner zu Aktionären und damit echten Teilhabern der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft machte. Diese Umstrukturierung begleitete dem Vernehmen nach ihre eigene Inhouse-Abteilung, für das Notariat soll Linklaters eingeschaltet worden sein. (René Bender)

 

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