Artikel drucken
18.06.2015

Fusion: Sibeth und Arnecke Siebold schlüpfen unter gemeinsames Dach

Zum September schließen sich die beiden mittelständischen Kanzleien Arnecke Siebold und Sibeth zusammen. Unter dem Dach von Arnecke Sibeth arbeiten dann an den vier Standorten München, Frankfurt, Berlin und Dresden 105 Berufsträger.

Richter_Thomas

Thomas Richter

Sibeth ist vor allem für ihren Beratungsansatz rund um die Immobilie bekannt und im Immobilien-, Bau- und Vergaberecht spezialisiert. Arnecke Siebold hat demgegenüber einen Schwerpunkt in der Corporate-Beratung und einen Schwerpunkt im internationalen Rechtsverkehr. Regelmäßig ist die Kanzlei in grenzüberschreitende Transaktionen eingebunden. Besonderes Ansehen genießt sie im Transportrecht.

Zusammen wollen die künftigen Partner ein Full-Service-Angebot mit breiter Abdeckung und internationaler Anbindung schaffen. Das Beratungsangebot teilt sich dabei in sechs Praxisgruppen auf: Corporate/M&A/Tax, Real Estate, Public Law, Employment, IP/IT Commercial, Transportation/Aviation/Logistics. Jede Praxis wird einen Leiter aus ihren Reihen wählen. Diesen übergeordnet ist das Managing Board, dem zunächst – paritätisch besetzt – vier Mitglieder angehören werden. Dies sind Thomas Richter und Jan Wunschel (beide Sibeth) sowie Dr. Wolfgang Scholl und Michael Siebold (beide Arnecke Siebold). Nach Ablauf der Übergangsphase von etwa zwei Jahren soll das Gremium auf zwei Managing-Partner verkleinert werden.

Scholl_Wolfgang

Wolfgang Scholl

Sibeth bringt ihre Büros in München und Frankfurt in die Fusion ein, wobei sie am Stammsitz München über ein wesentlich größeres Anwaltsteam verfügt als am Main. In der bayerischen Landeshauptstadt ist Sibeth im Immobilien- und Baurecht fest im Markt verankert, regelmäßig ist die Kanzlei hier in große Bauprojekte eingebunden. Daneben ist Sibeth aber auch bundesweit aktiv und berät zudem internationale Immobilienmandanten bei ihren Investitionen in Deutschland. Durch den Zusammenschluss stellt sich die Kanzlei in Frankfurt breiter auf und expandiert gleichzeitig nach Berlin, wo zurzeit besonders viele Wohnprojekte entwickelt werden. „Der Grund für die Fusion war für uns qualitatives Wachstum: Wir wollten unser Beratungsangebot verbreitern und unsere nationale Abdeckung ausweiten“, sagte Sibeth-Gründungspartner Thomas Richter. „Zusammen mit Arnecke Siebold können wir unsere Mandanten nun viel breiter bedienen, das betrifft vor allem den Corporate-Bereich.“

Arnecke Siebold wiederum gelingt durch die Fusion vor allem der Eintritt in den wichtigen Münchner Markt. Bislang war die Kanzlei am Stammsitz in Frankfurt sowie mit deutlich kleineren Büros in Berlin und Dresden präsent. „Unser strategischer Ansatz war es, weiter zu wachsen, unsere Beratungsbereiche weiter auszubauen und uns zu einer nationalen Kanzlei zu entwickeln“, sagte Dr. Wolfgang Scholl, Corporate-Partner bei Arnecke Siebold. „Das gelingt uns mit dem Zusammenschluss mit Sibeth,denn sie ist für uns ein optimaler Partner für den süddeutschen Raum.“ International ist die neue Kanzlei an die beiden Netzwerke Meritas und Interlaw angeschlossen, wobei Sibeth zuvor Mitglied von Meritas war und Arnecke Siebold bei Interlaw. (Christin Nünemann)

  • Teilen