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16.03.2017

CMS Hasche Sigle: Moderates Plus bei Umsatz und Produktivität

CMS Hasche Sigle hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem moderaten Umsatzplus von rund drei Prozent abgeschlossen: Die nach Berufsträgern größte Kanzlei erwirtschaftete 2016 gut 295 Millionen Euro. Die Steigerung beim Umsatz pro Berufsträger (UBT) fiel mit rund vier Prozent geringfügig höher aus. Der Boom aus dem Vorjahr ist damit allerdings erst einmal abgebremst: 2015 hatte CMS ihren Umsatz noch um acht Prozent steigern können.

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Hubertus Kolster

Im Schnitt setzte ein CMS-Anwalt 2016 rund 534.00 Euro um. Die deutlichere Steigerung beim UBT im Vergleich zum Umsatzwachstum zeigt, dass CMS weiterhin den Weg zu höherklassigen Mandaten erfolgreich beschreitet. In den Vorjahren hatte die Kanzlei stetig ihren Umsatz, nicht aber die Produktivität steigern können. Erst 2015 gelang es CMS dann, die 500.000-Euro-Marke beim UBT zu knacken. Mit dem aktuellen Ergebnis überholt sie Noerr: Diese hatte in den vergangenen fünf Jahren hinsichtlich des UBT-Wertes vor CMS gelegen, konnte ihre Produktivität im abgelaufenen Geschäftsjahr aber kaum steigern.

Laut Managing-Partner Dr. Hubertus Kolster entwickelte sich bei CMS zuletzt vor allem die Compliance-Praxis: Öffentlich bekannt ist unter anderem die Mandatierung durch den VW-Vorstand im Zuge der Abgasaffäre, die CMS den arbeitsrechtlichen Kontakten zum Konzern zu verdanken hat. Das Transaktionsgeschäft kam laut Kolster ebenfalls ab der zweiten Jahreshälfte in Schwung und bescherte der Kanzlei gute Umsätze: So begleitete CMS den Schweizer Baukonzern Implenia beim Kauf der Bau- und Immobiliensparte von Bilfinger Ende 2016. Zudem beriet CMS die Investoren InfraRed und Partners Group bei der Finanzierung des Merkur-Offshoreprojekts.

Die Kostenquote habe sich trotz des neuen Büros in Frankfurt und Investitionen in Legal Tech Kolster zufolge nicht wesentlich verändert und liegt weiterhin um die 60 Prozent. (Eva Lienemann)

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