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25.04.2019

Mittelstandsberater: Die Top 50 setzen mehr als zwei Milliarden Euro um

Die Kassen klingeln: 2,1 Milliarden Euro haben die 50 größten Mittelstandsberater im vergangenen Geschäftsjahr zusammen umgesetzt. Bei vielen trieb das personelle Wachstum auch den Umsatz in die Höhe. Etlichen Kanzleien bescherte aber auch ein prominentes Großmandat einen warmen Geldregen.

JUVE hat wieder einmal einen genauen Blick in die Bücher der Mittelstandsberater geworfen: Die 50 größten mittelstandsberatenden Kanzleien Deutschlands erzielten im vergangenen Geschäftsjahr zusammen genommen einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Heuking Kühn Lüer Wojtek führt aktuell erneut das Ranking der JUVE Top 50 an – sowohl was die personelle Größe (rund 360 Full Time Eqivalents (FTE)), als auch den Umsatz (177 Millionen Euro) angeht.

Erstmals beschäftigten die Top-50-Kanzleien im Durchschnitt mehr als 100 Berufsträger (FTE), und bei vielen trieb der personelle Ausbau auch den Umsatz. Das gilt vor allem für die Rechtsberatungsarme der Big Four. Zumindest EY Law, KPMG Law und Deloitte Legal verzeichneten bei Umsatz und Personal zweistellige Wachstumsraten.

Neben der Kernklientel Mittelstand beraten etliche Kanzleien mittlerweile auch Konzerne. Besonders der Beratungseinsatz für VW im Dieselskandal brachte einigen typischen Mittelstandsberaterinnen viel Geld: Luther und Buse Heberer Fromm, beide bekanntermaßen von Freshfields Bruckhaus Deringer als Subunternehmerin für VW bei der Abwehr von Klagen im Einsatz, bescherte beiden ein Umsatzplus von mehr als 20 Prozent. Im Mittel konnten die Top 50 ihren Umsatz in den vergangenen drei Jahren um gute 15 Prozent auf im Durchschnitt 42 Millionen Euro steigern.

Auch die Qualität der Mandate und somit den Umsatz pro Berufsträger (UBT) konnten die meisten Kanzleien kontinuierlich verbessern. So erhielt der Durchschnitts-UBT der Top 50 im vergangenen Jahr einen Schub. Er stieg dank vieler hochwertiger Mandate um gut fünf Prozent und kratzt mittlerweile an der 400.000-Euro-Marke. Dabei gehören die größten Einheiten nicht unbedingt zu den produktivsten. Einige der großen Mittelstandsberaterinnnen wie Luther oder Heuking pendeln sich bei einem UBT zwischen 400.000 und 500.000 Euro ein, wohingegen kleinere Kanzleien wie Schmidt von der Osten & Huber oder Möhrle Happ Luther mit UBTs von mehr als 500.000 Euro überraschen. (Eva Lienemann)

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des JUVE Rechtsmarkt 05/2019, der gerade erschienen ist.

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