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21.06.2012

Kauf der DenizBank: Linklaters und Cerha Hempel beraten Sberbank bei weiterer Expansion

Die russische Sberbank setzt ihren Weg nach Europa fort. Nach dem Erwerb der Volksbank International im vergangenen Herbst hat sie nun in ihrer bisher größten Transaktion die türkische DenizBank für 2,8 Milliarden Euro übernommen.

Albert Birkner

Albert Birkner

Die Sberbank erwarb 99,85% der DenizBank-Anteile von den bisherigen Gesellschaftern, Dexia NV/SA und Dexia Participation Belgium SA. Die Transaktion umfasst neben der DenizBank auch deren Tochtergesellschaften in der Türkei, Österreich und Russland. In der Türkei verfügt die DenizBank über 592 Zweigstellen, hinzu kommen 15 Zweigniederlassungen ihrer Tochtergesellschaften im Ausland. Der vereinbarte Kaufpreis ist Gegenstand weiterer Anpassungen zum Closing.

Mit der Übernahme der DenizBank verfolgt die Sberbank weiter ihre Strategie, den Gewinn aus dem internationalen Bankgeschäft zu erhöhen. Dabei spielt die Position der DenizBank auf dem schnell wachsenden türkischen Markt eine wichtige Rolle: Gemessen an der konsolidierten Bilanzsumme, der Einlagensumme und dem Volumen der Kreditvaluta liegt die DenizBank derzeit an achter Stelle unter den türkischen Banken.

Daneben ist die österreichische Tochter DenizBank AG ein wichtiger Grund für die Übernahme. Sie ist − wie ihre Zweigniederlassung in Deutschland − besonders aktiv im Einlagengeschäft.

Die Akquisition soll voraussichtlich noch 2012 vollzogen werden, unterliegt aber noch den üblichen behörden- und aufsichtsrechtlichen Zustimmungs- und Genehmigungserfordernissen.

Berater Sberbank
Linklaters: Denis Uvarov, John Goodwin, Michael Bott, Andrei Murygin (alle Moskau), Alain Garnier, Olivier d’Ormesson, Bertrand Andriani, Paul Lignières (alle Paris), Jean-Pierre Blumberg, Bernd Meyring (beide Brüssel), Hermann Beythan (Luxemburg), Antje-Irina Kurz (Frankfurt)
CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (Wien): Albert Birkner (M&A, Federführung), Peter Knobl (Banking), Bernhard Kofler-Senoner (Kartellrecht); Associate: Claudia Schmidt (M&A)
Taboglu & Demirhan (Istanbul): Keine Nennungen

Berater Dexia
White & Case: David Crook (London), Meltem Akol, Asli Basgoz (beide Istanbul), Gisele Rosselle (Brussels); Associates: Anthony O’Connor, Nil Akman, Derin Altan (alle Istanbul)
Inhouse (Wien): Keine Nennungen

Hintergrund: Linklaters war zum wiederholten Male für die Sberbank tätig. Die aus österreichischer Sicht bislang aufsehenerregendste Transaktion – den Erwerb von Volksbank International – hat an vorderster Front jedoch Freshfields Bruckhaus Deringer beraten (mehr…). CHSH-Partner Birkner wurde für den Deal von Linklaters beauftragt − auch diese Zusammenarbeit ist etabliert. (Jörn Poppelbaum)

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