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13.09.2013

Millionenschwerer Deal: Skadden berät Uniqa bei Verkauf von Private-Equity-Portfolio

Der Versicherungskonzern Uniqa hat sich von seinem rund 400 Millionen Euro schweren Privaet-Equity-Portfolio getrennt. Eine Reihe von internationalen Investoren kaufte das Portfolio, das aus 54 europäischen und nordamerikanischen Fonds besteht. Zur Identität der Käufer ist bisher nichts weiteres bekannt.

Armand Grumberg

Armand Grumberg

Das Portfolio beinhaltet direkte Private-Equity-Veranlagungen sowie Private-Equity-Dachfonds. Der Verkauf ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der neuen Kapitalanlagepolitik von Uniqa. Erst am Montag hat das Unternehmen eine Kapitalerhöhung von bis zu 800 Millionen Euro angekündigt. Zudem bestätigte Uniqa die Absicht, neue Aktien im Rahmen einer ‚Re-IPO‘-Transaktion anzubieten.

Berater Uniqa
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Paris): Dr. Armand Grumberg (Federführung; M&A), Stephen Sims (Investment Management; London); Associates: Daniela Hildwein, Damien Catoir, Leon del Forno (alle Corporate), Greg Norman (Investment Management; London)
PHHV Prochaska Heine Havranek Vavrovsky (Wien): Stefan Prochaska (Federführung; M&A), Nicolaus Mels-Colloredo, Dörk Pätzold (beide Vendor Due Diligence); Rechtsanwaltsanwärterin: Daniela Olbrich  (Federführung; M&A)
Inhouse (Wien): Dr. Harald Weiser (General Counsel) – aus dem Markt bekannt

Berater Käufer: Nicht bekannt

Hintergrund: Uniqa setzte bei der Transaktion auf den Pariser Anwalt Grumberg, der Leiter der europäischen M&A-Praxis von Skadden ist. Der gebürtige Österreicher verantwortet zudem gemeinsam mit dem ebenfalls aus Österreich stammenden Frankfurter Partner Dr. Stephan Hutter die österreichische Praxis. Das Wiener Büro der Kanzlei war nicht involviert. Der Deal wurde nach englischem Recht abgewickelt und hatte soweit bekannt nur wenige österreich-rechtliche Aspekte enthalten. Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass Skadden ihr Wiener Büro zum Monatsende schließen wird. Der einzige Partner vor Ort, Rainer Wachter, schließt sich CMS Reich-Rohrwig Hainz an (mehr…).

Die Mandatsbeziehung von Skadden zu Uniqa ist jüngeren Datums. Die Kanzlei hatte sich im Vorjahr in einem Pitch nicht nur für das Transaktionsmandat durchgesetzt, sondern auch für die Beratung zum geplanten Re-IPO. Hier spielten auch der Kontakt von Grumberg zu dem Österreicher Andreas Brandstetter eine wichtige Rolle. Brandstetter ist Vorstandsvorsitzender der Uniqa und sitzt im Verwaltungsrat des französischen Versicherungskonzerns Scor. Letzterer zählt seit vielen Jahren im Kapitalmarktrecht und M&A zu den wichtigen Mandant von Grumberg (mehr…).

Stefan Prochaska

Stefan Prochaska

Als Local-Counsel für Österreich agierte hier die Kanzlei PHHV. Sie ist seit mehr als zehn Jahren für Uniqa tätig, unter anderem bei Fragen der Immobilienverwaltung und in Verfahren. Zudem ist sie stark im Inkassowesen für die Raiffeisen-Uniqa-Gruppe engagiert.

Dagegen ist Schönherr hier nicht involviert, obwohl sie eine der langjährigen Beraterinnen von Uniqa ist (mehr…) und auch in kapitalmarktrechtlichen Fragen als eine der ersten Ansprechpartnerinnen gilt. Sie begleitete mehrere Kapitalerhöhungen des Versicherers, beispielsweise Mitte 2012 (mehr…).

In Deutschland greift Uniqa regelmäßig auf Clifford Chance zurück. (Geertje Oldermann)

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