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14.10.2013

Re-IPO: Uniqa besorgt sich mit Skadden und Schönherr weitere 750 Millionen Euro

Der Versicherer Uniqa hat an der Wiener Börse über eine Kapitalerhöhung 757 Millionen Euro eingesammelt. Das Geld will das zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Unternehmen verwenden, um sich für neuere, strengere Eigenkapitalregeln und Zukäufe in  Osteuropa aufzustellen. Die Zahl der frei handelbaren Aktien stieg von rund 7 auf 35 Prozent.

Die Altaktionäre verzichteten bei dem sogenannten Re-IPO auf ihre Bezugsrechte. Die Deutsche Bank, Morgan Stanley sowie die Raiffeisen Centrobank begleiteten die Emission, die im laufenden Jahr die größte Eigenkapitalmarkttransaktion in Österreich war. Für Uniqa war der neuerliche Kapitalzufluss Teil eines größeren Umbauprogramms, welches sich der Versicherer verordnet hat. Im Rahmen dessen hatte Uniqa unter anderem bereits 2012 das Kapital erhöht und in diesem Jahr eine Hybridanleihe über 350 Millionen Euro begeben.

Stephan Hutter

Stephan Hutter

Berater Uniqa
Skadden Arps Slate Meagher & Flom:
Dr. Stephan Hutter (Federführung), Dr. Katja Kaulamo (beide Corporate Finance; beide Frankfurt); Eric Sensenbrenner (US-Steuerrecht, Washington), Associates: David Quartner (Corporate Finance; London), Dr. Michael Steiner (Corporate Finance; Frankfurt), Jared Binstock (US-Steuerrecht; Washington, D.C.)
Schönherr (Wien): Dr. Ursula Rath (Federführung), Dr. Peter Feyl (Banking & Capital Markets), Michaela Petritz-Klar (Steuerrecht); Associates: Thomas Kulnigg, Hutan Rahmani, Nora Frizberg

Berater Banken
Clifford Chance
(Frankfurt): Dr. George Hacket (Federführung), Dr. Marc Benzler, Barbora Moring; Associates: Dr. Axel Wittmann (alle Banking & Capital Markets)
Weber & Co.
(Wien): Prof. Dr. Stefan Weber – aus dem Markt bekannt

Ursula Rath

Ursula Rath

Hintergrund: Bei der Transaktion trafen durchweg Berater aufeinander, die mit Uniqa und deren Umbau schon länger vertraut sind. So begleitete das Frankfurter Skadden-Team um den Österreicher Stephan Hutter zuletzt auch schon die Hybridanleihe des Unternehmens. Ihre Pariser Kollegen hatten den Versicherer zudem kürzlich beim Verkauf eines Private-Equity-Portfolios unterstützt (mehr…). 

Auch Schönherr kennt Uniqa bestens und ist im Land eine der ersten Ansprechpartnerinnen in kapitalmarktrechtlichen Themen. So beriet ein Team um die angesehene Partnerin Ursula Rath beispielsweise bei einer 500 Millionen Euro schweren Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr (mehr…). Ihr Kollege Thomas Kulnigg leitete hier die Due Diligence und wurde dabei von Schönherr-Teams in Österreich, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, und der Ukraine unterstützt.

Auf Bankenseite hatte seinerzeit – wie nun auch – bereits Stefan Weber gestanden, der bei der Deutschen Bank in Österreich als gesetzt gilt. Auch die Beteiligung von Clifford ist keine Überraschung. Die Kanzlei, die nun zusammen mit Weber die Banken beriet, gilt ebenfalls als eine hervorragende Uniqa-Kennerin. (Sonja Behrens, René Bender)

 

 

 

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