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26.05.2014

VAI: Siemens setzt bei Joint Venture mit Mitsubishi auf Linklaters und Schönherr

Mitsubishi Heavy Industries (MHI) übernimmt von Siemens 51 Prozent an VAI Metals Technologies mit Sitz in Linz, der Metallsparte von Siemens. Die Transaktion ist Teil einer Kooperation der beiden Unternehmen auf dem Gebiet der metallurgischen Industrie.

Peter Feyl

Peter Feyl

In das neue Gemeinschaftsunternehmen wird zudem das Joint Venture Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery (MH) eingebracht – ein von MHI konsolidiertes Unternehmen mit den Anteilseignern Hitachi, einem japanischen Elektronik- und Maschinenbaukonzern, und dem japanischen Mischkonzern IHI Corporation.

Durch die Zusammenarbeit von Siemens und Mitsubishi soll ein Komplettanbieter für Anlagen, Produkte und Dienstleistungen für die Eisen-, Stahl- und Aluminiumindustrie mit rund 9.000 Mitarbeitern entstehen. Vorbehaltlich der Zustimmung der entsprechenden Behörden soll das Gemeinschaftsunternehmen im Jänner 2015 seinen Betrieb aufnehmen. Die Firmenzentrale wird in Großbritannien sein, die Hauptstandorte in Linz, Erlangen, Tokio und Hiroshima. Im Rahmen des Vertrags wurden Liefervereinbarungen für die Divisionen Industry Automation und Drive Technologies von Siemens getroffen.

Berater Mitsubishi Heavy Industries
Hogan Lovells (London): Ben Higson (Federführung), Johannes Buntjer (Amsterdam), Matthias Hirschmann, Tobias Flasbarth, Dr. Kristina Rebmann (alle drei Hamburg), Jean-Michel Schmit (Luxemburg), Alex Dolmans (Madrid), Stephane Huten (Paris), Claudette Christian (Rio), Rika Beppu (Tokyo), Robert Darwin (alle Corporate), Matthes Schröder (Hamburg), Ed Bowyer (beide Arbeitsrecht), Paul Joukador (Commercial), Bernd Klemm (München), Katie Banks (beide Pensionen), Dr. Michael Dettmeier (Düsseldorf), Karen Hughes (beide Steuerrecht), Joe Krauss, Michele Harrington (beide Washington), Christopher Thomas (Brüssel; alle Wettbewerbsrecht), Christian Stoll (Hamburg), Eiichiro Kubota (Tokyo; beide IP); Associates: Henning Abraham (Hamburg), Sarah Parkin (beide Arbeitsrecht), Oliver Wilson (Commercial), Cees Brouwer (Amsterdam), Jan Maack, Thilo Hoffmann (beide Hamburg), Monika Przygoda, Alex Browning, Adam Faulkner, Alexander Koch (Luxemburg), Wylie Levone, Rafael Loureiro (beide Rio), James Nepaulsingh (Tokyo; alle Corporate), Jan Blockx, Marianna Kinsella (beide Wettbewerbsrecht; Brüssel), Katharine Howe (Pensionen), Natalie Psaila (Steuerrecht)

Rainer Traugott

Rainer Traugott

Berater Siemens
Inhouse Recht (Erlangen/München): Christian Bindl (Projektleitung), Dr. Jürgen Mahr, Annette Lohmeier, Benjamin Polster (alle M&A), Dr. Wolfgang Heckenberger, Andrea Herzog (alle Kartellrecht), Barbara Reilly, Sabrina Wendorff (IP), Dr. Jens Paul (Grundstücksrecht), Dr. Thomas Borm (Bank-/Finanzrecht), Dr. Jörg Michel (Arbeitsrecht), Dr. Rainer Oberleitner (Metals Technologies), Annette Kraus (Compliance)
Linklaters: Dr. Rainer Traugott, Dr. Timo Engelhardt (beide Federführung; Corporate; beide München), Dr. Thomas Elser (Steuern; München), Dr. Wolfgang Deselaers (Kartell- und Wettbewerbsrecht; Brüssel), Hiroya Yamazaki (Corporate Banking IMG & Project Practice; Tokio), Iain Wagstaff (London); Associates: Dr. Florian Harder, Christoph Rödter (beide Corporate; beide München)
Schönherr (Wien): Dr. Peter Feyl (Bank- und Kapitalmarktrecht), Florian Kusznier (Corporate), Dr. Michaela Petritz-Klar (Steuern)

Hintergrund: Soweit bekannt fanden die Verhandlungen ausschließlich in Tokio und München statt, beteiligt waren dabei vertraute Berater der beiden Unternehmen. Der Münchner Linklaters-Partner Traugott ist Relationship-Partner für Siemens. Auch Schönherr wurde direkt von Siemens mandatiert. Partner Feyl stand dem Konzern schon beim Erwerb der Metallurgie-Sparte 2005 zur Seite. Die Federführung bei dem Deal übernahm das Münchner M&A-Team von Siemens. Der Konzern unterhält eine große Corporate-Abteilung. 

Siemens arbeitet mit verschiedenen internationalen Großkanzleien zusammen. Auf ein Team von Linklaters vertraute der Konzern zuletzt beispielsweise Ende 2012 beim Kauf der Bahnautomatisierungssparte des britischen Unternehmen Invensys.

Hogan Lovells steht bei verschiedenen Aktivitäten rund um die Netzanbindung deutscher Offshorewindparks immer wieder an der Seite von Mitsubishi, etwa bei der Gründung eines Joint Ventures mit Energienetzbetreiber Tennet. Bei der Zusammenlegung der thermischen Kraftwerksparten von MHI und Hitachi war jedoch erstmals Noerr für MHI tätig. (Geertje de Sousa)

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