Artikel drucken
29.08.2014

Nächster Verlust: Gründungspartnerin von Gassauer-Fleissner zieht es zu KWR

Der vor allem für IP und Patentrecht bekannten Kanzlei Gassauer-Fleissner steht der nächste Partnerweggang bevor: Zum Jahreswechsel verlässt Barbara Kuchar die Kanzlei in Richtung KWR Karasek Wietrzyk. Die 48-Jährige soll dort die Leitung des Bereichs IP übernehmen.

Neue Partner: Thomas Frad, Barbara Kuchar

Neue Partner: Thomas Frad, Barbara Kuchar

Kuchar hatte Gassauer-Fleissner 2002 mitgegründet, nachdem sich ein Großteil der IP-Abteilung der damaligen Kanzlei Weiss-Tessbach (heute Teil von DLA Piper) abgespalten hatte. Im Laufe der Jahre wuchs die Kanzlei auf ihre heutige Größe von acht Partnern und sechs Rechtsanwaltsanwärtern.

Kuchar ist auf Immaterialgüterrecht, Gewerblichen Rechtsschutz, unlauteren Wettbewerb, Werberecht, Franchise- und Lizenzvertragsrecht spezialisiert. Bei KWR soll sie den IP-Bereich voranbringen und ihm mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Bislang stand hierfür einzig Arno Cichocki, der allerdings einen stärkeren gesellschaftsrechtlichen Fokus als Kuchar hat.

Für KWR ist die „immer stärker werdende Verbindung von IP mit anderen Rechtsgebieten das Hauptmotiv für den Ausbau des Bereiches“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir freuen uns daher sehr, dass wir eine so renommierte Spezialistin wie Frau Mag. Barbara Kuchar für unser Team gewinnen konnten“, so Managing-Partner Dr. Thomas Frad. Kuchar bringt als Mandanten etwa den internationalen Fitnessstudio-Betreiber Kieser Training mit.

Die IP-Spezialistin ist innerhalb der vergangenen zwölf Monate der zweite Neuzugang, der für eine deutliche Erweiterung des Beratungsangebots steht. Vor rund einem Jahr baute KWR den vorher ebenfalls wenig fokussierten arbeitsrechtlichen Bereich mit einer Quereinsteigerin aus.

Bei Gassauer-Fleissner ist Kuchar bereits die zweite Partnerin, die ihren Abschied bekannt gibt. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass sich der auf IP- und IT-Recht spezialisierte Dr. Max Mosing mit einer Boutique selbstständig macht. Im Markt wird nun mit weiteren Abgängen gerechnet. (Jörn Poppelbaum)

  • Teilen