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17.08.2015

Kartellrecht: Weinrauch-Partner Thyri künftig in eigener Kanzlei

Der Kartellrechtsspezialist Dr. Peter Thyri, bislang Partner bei Weinrauch, hat die Kanzlei verlassen und ist seit Mitte August in einer eigenen Boutique selbstständig. Der 40-Jährige kam erst von knapp drei Jahren von Wolf Theiss.

Peter Thyri

Peter Thyri

Thyri wird zunächst alleine starten. Zu seinen wichtigesten Mandanten gehören die Vorarlberger Mühlen und Kärtnermilch, die er jeweils bei Settlements vertrat, sowie der Salzburger Beschlägehersteller Mayer & Co. Er wurde als erster österreichischer Kartellrechtler von der EU-Kommission für die Vertretung in einem Bußgeldstreit hinzugezogen und gilt dementsprechend auch auf europäischer Ebene als sehr erfahren.

Thyri sammelte nach dem Studium erste anwaltliche Erfahrungen bei WilmerHale in Brüssel, ehe er rund vier Jahre an der Universität Salzburg bei Prof. Thomas Eilmansberger in der kartellrechtlichen Forschung und Lehre aktiv war. 2007 ging er zu Schönherr, wo er vor seinem Wechsel zu Wolf Theiss Ende 2011 Junior Partner war. Bei Wolf Theiss war Thyri einer von zwei Counseln in der anerkannten Praxisgruppe Competition & Antitrust, ehe sich nach rund zwei Jahren der kleinen Einheeit Weinrauch Negwer Gurmann, heute Weinrauch, anschloss.

“Wir wollen gemeinsam unsere Spezialgebiete weiter ausbauen, aber auch Synergien in der Mandatsstruktur heben”, hatte Thyri anlässlich seines Wechsels zu Weinrauch gesagt. Während er selbst sich immer stärker auf Kartellrecht spezialisiert hat, gelten die übrigen Weinrauch-Partner als vergleichsweise breit aufgestellt und beraten unter anderem zum Gesellschafts-, Versicherungs- und Immobilienrecht. Zudem ist Prozessführung ein Schwerpunkt.

Nach dem renommierten ehemaligen Wiener Freshfields Bruckhaus Deringer-Partner Dr. Axel Reidlinger ist Thyri bereits der zweite Kartellrechtler, der sich in diesem Jahr unter eigenem Namen selbstständig macht. Reidlinger hatte gemeinsam mit einem Corporate-Partner eine Kanzlei gegründet.  (Geertje de Sousa)

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