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12.01.2016

Nach Insolvenz: WMWP begleitet Einstieg des neuen Le Méridien-Pächters

Die deutsche Hotel-Investment- und -Managementplattform Munich Hotel Partners (MHP) wird neue Pächterin des Wiener Nobelhotels Le Méridien. Sie folgt der früheren Betreibergesellschaft Barvie, die im November 2015 Insolvenz angemeldet hatte.

Robert Winkler

Robert Winkler

MHP hat sich mit dem Eigentümer der Hotelimmobilie, der deutschen Deka Immobilien, sowie der amerikanischen Hotelmanagementgesellschaft Starwood auf die Übernahme des Pachtvertrags geeinigt. Der Hotelbetrieb lief trotz der Insolvenz von Barvie die gesamte Zeit weiter, denn Barvie selbst hatte mit Starwood – die als operative Betreiberin des Hotels agiert – einen Managementvertrag abgeschlossen. Gegenüber MHP wird Starwood künftig als Franchisegeberin auftreten.

Unter dem neuen Pächter soll das Hotel am Opernring ab Sommer 2016 umfassend renoviert werden. Die öffentlichen Bereiche werden unter Umsetzung des Lobbykonzepts „Le Méridien HUB“ ebenfalls neu gestaltet, kündigte MHP an. Das Le Méridien Vienna verfügt über 294 Zimmer und Suiten, einen Wellness- und Fitnessbereich, mehrere Tagungsräume sowie über das Restaurant Shambala, die Champagnerbar Le Moët und die Bar Shambala.

Berater MHP
WMWP Wiedenbauer Mutz Winkler & Partner (Wien): Dr. Robert Winkler (Corporate/M&A)
Jung & Schleicher (Berlin): Dr. Mathias Jung

Berater Deka Immobilien
Schönherr (Wien): Dr. Wolfgang Höller (Restrukturierung), Arabella Eichinger (Counsel, Immobilienrecht; Federführung); Associate: Miriam Simsa

Verwalter Barvie
Stapf Neuhauser (Wien): Dr. Christof Stapf (Masseverwalter), Michael Neuhauser (Masseverwalterstellvertreter)

Hintergrund: WMWP-Partner Robert Winkler wurde auf Empfehlung der Berliner Kanzlei Jung & Schleicher mandatiert. Diese ist auf die Beratung in Fragen des Hotelgewerbes spezialisiert, auch Starwood zählt zu ihren regelmäßig betreuten Mandanten. WMWP und Jung & Schleicher hatten schon andere internationale Hotelketten bzw. -betreiber gemeinsam betreut.

Schönherr hat das Mandat im Rahmen einer Ausschreibung der Deka erhalten.

Für den anerkannten Insolvenzexperten Christof Stapf war die Bestellung zum Verwalter von Barvie das prominenteste Mandat seit längerer Zeit. Seine Rolle wurde von an der Transaktion Beteiligten als „sehr lösungsorientiert“ bezeichnet. (Jörn Poppelbaum)

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