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17.10.2016

Wohnbau: Karasek Wietrzyk berät bei Errichtung der Förderbank WBIB

Fünf österreichische Banken haben zusammen ein neues Förderinstitut für den Wohnungsbau gegründet, die Wohnbauinvestitionsbank (WBIB). Geldgeber ist die Europäische Investitionsbank (EIB), die voraussichtlich 700 Millionen Euro bereitstellt.

Andreas Mätzler

Andreas Mätzler

Die WBIB ist ein Bestandteil der ‚Wohnbauoffensive Österreich‘, über die Wohnungen für 68.000 Menschen geschaffen werden sollen, vorwiegend in den Ballungszentren. Die gesetzliche Grundlage für das Institut schuf die Wiener Regierung Ende 2015.

Das Gesamtvolumen der Wohnbauoffensive beläuft sich auf 5,75 Milliarden Euro. Davon sollen 5 Milliarden in rund 30.000 Wohnungen fließen, 750 Millionen in die dazugehörige Infrastruktur. Die Förderung wendet sich an gemeinnützige und gewerbliche Bauträger, die Mehrfamilienhäuser errichten.

Auftrag der WBIB ist es, die EIB-Gelder an die Investoren weiterzureichen. Räumlich und personell ist die neue Bank an die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) angegliedert. Sie hat als EIB-Partnerbank jahrelange Erfahrung hat mit der Ausgabe der Fördermittel. Außerdem soll dieses Vorgehen Verwaltungskosten sparen.

Gesellschafter der WBIB sind neben der ÖHT mit anteilig 35,67 Prozent die S Wohnbaubank mit 27,5 Prozent, die Raiffeisen Bausparkasse mit 26 Prozent, die Hypo-Wohnbaubank mit 10 Prozent und die Bawak P.S.K. Wohnbaubank mit 0,83 Prozent.

Die EIB stellte in Österreich im Jahr 2015 Finanzierungen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro bereit. Davon entfielen 44 Prozent auf Verkehrsinfrastruktur. Über die vergangenen fünf Jahre betrachtet machte der Bereich Wasser, Abwasser, Abfallentsorgung und Stadtentwicklung rund sechs Prozent der Förderung aus.

Berater WBIB
Karasek Wietrzyk (Wien): Dr. Andreas Mätzler; Associate: Magdalena Habsburg-Lothringen (Rechtsanwaltsanwärterin; beide Bankrecht/Gesellschaftsrecht)

Hintergrund: Karasek Wietrzyk berät zwei der fünf Gesellschafter des neuen Instituts regelmäßig im Bank- und Finanzrecht. Daraus ergaben sich für Salary-Partner Andreas Mätzler die Kontakte dafür, im jetzigen Mandat die Bankkonzession zu erlangen und die Gründung des Instituts zu betreuen. Die fünf Gesellschafter des neuen Instituts wickelten die Bankgründung weitgehend intern jeweils über ihre Rechtsabteilungen und ihr Beteiligungsmanagement ab. (Raphael Arnold)

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