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14.12.2016

Uniqa: Schönherr berät Versicherer beim Verkauf des Italiengeschäfts

Der börsenotierte Versicherungskonzern Uniqa hat die Mehrheitsbeteiligung von 99,7 Prozent an seiner italienischen Tochtergesellschaft Uniqa Assicurazioni an den italienischen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ‚Società Reale Mutua di Assicurazioni verkauft. Der Kaufpreis beträgt 295 Milionen Euro.

Alexander Popp

Alexander Popp

Der Verkauf umfasst neben der Uniqa Assicurazioni auch ihre in Italien tätigen Tochtergesellschaften Uniqa Previdenza und Uniqa Life. Uniqa Italien wurde 1965 gegründet und beschäftigt aktuell in den drei Gesellschaften mehr als 300 Mitarbeiter. Sie erwirtschafteten 2015 verrechnete Versicherungsprämien in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro und trugen mit rund 25 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Mit ihrer beinahe zwei Jahrhunderte andauernden Unternehmensgeschichte ist die Società Reale Mutua di Assicurazioni der größte Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in Italien. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Turin bietet eine breite Palette an Lebens- und Nicht-Lebensversicherungen für Einzelpersonen, Familien und Unternehmen an.

Die Transaktion ist Teil der im Jahr 2011 gestarteten Umbaustrategie der Uniqa, die eine Konzentration auf die Kernmärkte Österreich und Zentral- und Osteuropa vorsieht. In dem Zusammenhang hat sich der Versicherungskonzern bereits von seiner Deutschlandtochter sowie weiteren Beteiligungen getrennt, die nicht zum Kerngeschäft passen, etwa im Hotel- und Medienbereich. Auch die 13,8-Prozent-Beteiligung am Baukonzern Strabag steht Unternehmensangaben zufolge derzeit auf dem Prüfstand.

Berater Società Reale Mutua di Assicurazioni
Tosetto Weigmann e Associati (Turin): Andrea Lanciani (Corporate), Franco Galiano (Versicherungsunternehmensrecht); Associate: Federico Benincas (Corporate)

Berater Uniqa
Schönherr (Wien): Alexander Popp (Corporate/M&A), Peter Feyl (Bank-, Finanz- und Kapitalmarktecht), Robert Bachner; Associates: Manuel Ritt-Huemer, Alfred Amann (alle Corporate/M&A), Marco Thorbauer (Corporate/M&A, Steuern; beide Rechtsanwaltsanwärter)
Legance (Mailand): Gian Paolo Tagariello; Associates: Simona Bianca (beide Corporate/M&A), Serena Commisso (Arbeitsrecht), Armenia Riviezzo, Gianluca Trudda (Corporate/M&A; beide Rom)

Hintergrund: Schönherr zählt seit vielen Jahren zu den Rechtsberatern des Versicherungskonzerns, vor allem in gesellschaftsrechtlichen Fragen und bei Transaktionen. Erst im Oktober hat Schönherr Uniqa begleitet bei der Verschmelzung von drei in Österreich tätigen Erstversicherern mit der Uniqa Österreich Versicherungen als übernehmende Gesellschaft.

Seit September leitet die ehemalige Schönherr-Counsel Dr. Rita Wittmann die Rechts- und Compliance-Abteilung des Versicherungskonzerns Uniqa Insurance Group. (Geertje de Sousa)

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