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24.03.2017

Gewerbeimmobilien: Ashurst und KWR beraten UniCredit bei Finanzierung des Conwert-Portfolios

Die UniCredit-Gruppe finanziert den Kauf von 34 Gewerbeimmobilien durch die HanseMerkur Grundvermögen (HMG). Insgesamt stellen die UniCredit Bank Austria in Wien und die deutsche UniCredit Bank zwei Darlehen über 154 Millionen Euro bereit. 

Andreas Mätzler

Andreas Mätzler

HMG erwarb Ende vergangenen Jahres für 331 Millionen Euro ein Portfolio an deutschen und österreichischen Gewerbeobjekten vom Wiener Immobilienkonzern Conwert. Die Nutzfläche der Liegenschaften umfasst rund 200.000 Quadratmeter.

HMG besteht seit 2014 und ist eine Tochtergesellschaft des Hamburger Versicherers HanseMerkur. Die Gruppe wies im Geschäftsbericht 2015 gut 2.000 Mitarbeiter aus und erzielte einen Jahresüberschuss nach Steuern von rund 63 Millionen Euro. Die Bruttobeitragseinnahmen beliefen sich auf rund zwei Milliarden Euro.

Bei Conwert endete gestern die Nachfrist für das Übernahmeangebot von Vonovia. Nach dem vorläufigen Ergebnis, das Conwert veröffentlichte, wurden mehr als 90 Prozent der Aktien dem deutschen Konkurrenten angeboten. Das endgültige Ergebnis gibt Vonovia in Kürze bekannt.

Berater UniCredit/UniCredit Bank Austria
Ashurst (Frankfurt): Derk Opitz, Dr. Endrik Kramski (beide Federführung; beide Finanzierungsrecht), Dr. Martin Bünning (Steuerrecht); Associates: Torsten Limberg, Dr. Jan Heinemann (beide Finanzierungsrecht)
KWR Karasek Wietrzyk (Wien): Dr. Andreas Mätzler (Federführung; Finanzierungsrecht); Associates: Marc Vecsey (Finanzierungsrecht), Moriz Frech (Immobilienrecht; beide Rechtsanwaltsanwärter) 

Berater HanseMerkur Grundvermögen
Latham & Watkins (Hamburg): Dr. Torsten Volkholz (Finanzierungsrecht), Dr. Stefanie Fuerst, Dr. Christian Thiele (Immobilienrecht; alle Federführung); Associates: Anna-Maria Kuckerz (Finanzierungsrecht), Julia Thuenken, Christina Hölder (Immobilienrecht)
Schönherr (Wien): Dr. Michael Lagler (Federführung; Immobilienrecht), Martin Ebner (Bank- und Finanzrecht) 

Hintergrund: Das Frankfurter Ashurst-Team um Derk Opitz arbeitete erstmals mit der Kanzlei KWR Karasek Wietrzyk zusammen. In anderen Finanzierungsdeals verließen sich Ashursts Anwälte immer wieder auf die Wiener Kanzlei Wolf Theiss und deren osteuropäische Büros. Ein Beispiel dafür ist die Finanzierung des Kaufs, als DPE Deutsche Private Equity den Autozulieferer Fischer Surface Technologies erwarb. Dabei klärte ein tschechisches Team der Kanzlei dortige Rechtsfragen.

Als Panel-Kanzlei ist Ashurst regelmäßig für UniCredit tätig. Auf Käufer- und jetzt Kreditnehmerseite berieten mit Latham & Watkins und Schönherr die beiden Kanzleien, welche bereits die zugrunde liegende Immobilientransaktion bearbeitet hatten. (Raphael Arnold)

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