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03.01.2018

Neue Konkurrenz für A1: Wolf Theiss berät T-Mobile beim Kauf von UPC

T-Mobile Austria hat für 1,9 Milliarden Euro den Telefon- und Internetanbieter UPC übernommen. Mit der Ausweitung ihres Geschäfts in Österreich sorgte die Tochter der Deutschen Telekom kurz vor Jahresende 2017 für eine der größten Transaktionen. Verkäufer ist der internationale Kabelnetzbetreiber Liberty Global.

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Horst Ebhardt

Durch den Zukauf kann T-Mobile Austria seinen Kunden künftig Breitbandinternet, Mobilfunk, Festnetz sowie Fernseh- und Unterhaltungsangebote im Paket anbieten, um so besser in Wettbewerb zum Marktführer A1 Telekom Austria treten zu können. Bislang hatte sich die Telekom-Tocher in erster Linie als Mobilfunkanbieter hervorgetan. Die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden steht noch aus, das Closing wird für die zweite Jahreshälfte 2018 erwartet.

UPC Austria beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter und hat 2016 rund 342 Millionen Euro umgesetzt. Mit über 650.000 Kunden deckt der Telekomanbieter mehr als ein Drittel aller Haushalte in Österreich ab.

Verkäufer Liberty Global ist weltweit einer der größten TV-Kabelnetzanbieter und mit rund 41.000 Mitarbeitern in mehr als 30 Ländern aktiv. In Deutschland ist der Konzern mit Unitymedia vertreten.

Berater T-Mobile Austria
Wolf Theiss (Wien): Horst Ebhardt (Federführung), Richard Clegg, Christian Mikosch, Hartwig Kienast (alle Corporate/M&A), Dr. Georg Kresbach, Roland Marko (IP/IT), Dr. Kurt Retter (Öffentliches Recht), Ralf Peschek (Arbeitsrecht), Günter Bauer (Kartellrecht), Dr. Niklas Schmidt (Steuerrecht), Dr. Karl Binder (Immobilienrecht); Associates: Robert Wagner (Kartellrecht), Jiayan Zhu, Daniel Kocab, Lukas Pinegger, Daniel Gschaider (alle Corporate/M&A; letztere drei Rechtsanwaltsanwärter), Anja Greiner, Bernhard Schmidt (beide IOP/IT, letzterer Rechtsanwaltsanwärter), Johanna Kroeswagn (Öffentliches Recht), Julia Morscher (Arbeitsrecht), Jakob Jelinek (Immobilienrecht; alle Rechtsanwaltsanwärter)
Inhouse Recht (Wien): Anja Tretbar-Bustorf (Leiterin Rechts- und Regulierungsabteilung), Olivia Schauerhuber (Leiterhin Strategy & Portfolio Management)

Deutsche Telekom
Inhouse Recht
(Bonn): Christoph Appel (Senior Expert Legal), Dr. Roman Reuter (Kartellrecht), Ilka-Maria Sühling (Markenrecht)

Berater Liberty Global
Freshfields Bruckhaus Deringer: David Sonter (Federführung; London), Dr. Bertram Burtscher (Wien; beide Corporate/M&A)

Hintergrund: Anja Tretbar-Bustorf leitet die Rechtsabteilung bei T-Mobile Austria seit 2015 und hat schon häufig mit Wolf Theiss zusammengearbeitet – sowohl bei kleineren AGB-Fragen als auch bei größeren Transaktionen. Für den UPC-Deal kam die Kanzlei jedoch über einen Pitch ins Mandat. Auf Bankenseite begleiteten Credit Suisse und Citigroup die Transaktion.

Freshfields ist schon lange an der Seite von Liberty Global tätig. In Deutschland beriet die Kanzlei das Unternehmen unter anderem beim Kauf des Kabelnetzbetreibers Kabel BW. Beim jetzigen Verkauf von UPC wandte sich Liberty Global direkt an das Londoner Büro und Partner David Sonter, der seinen Wiener Kollegen Bertram Burtscher und dessen Team ins Boot holte. Neben UPC, für die das Wiener Freshfields-Büro in der Vergangenheit häufiger gearbeitet hat, sind dem Telekommunikationsexperten Burtscher auch die A1 Telekom Austria und ihre Konkurrenten bestens bekannt: Zuletzt beriet er den Mobilfunkanbieter Hutchison Drei bei der Übernahme von Tele2, die das Unternehmen zum zweitgrößten Anbieter in Österreich machte.

Mehr oder weniger zeitgleich verleibte sich auch T-Mobile Netherlands einen Konkurrenten ein: Für 190 Millionen Euro übernahm sie die niederländische Tocher von Tele2. Sie ließ sich dabei von der Amsterdamer Kanzlei De Brauw Blackstone Westbroek beraten. (Annette Kamps)

Anmerkung: Wir haben den Artikel am 13.02.2019 korrigiert.

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