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25.06.2018

Hybridanleihe: OMV sammelt mit Weber und White & Case 500 Millionen ein

Zum ersten Mal seit 2015 hat der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV eine Hybridanleihe platziert. Die nachrangige Schuldverschreibung über 500 Millionen Euro wird mit 2,875 Prozent verzinst.

Christoph Moser

Christoph Moser

Als unbefristete Anleihe wird sie an der Luxemburger Börse zum Handel im regulierten Markt und an der Wiener Börse zum amtlichen Handel zugelassen und in einer Stückelung von 100.000 Euro ausgegeben. Ein Bankenkonsortium unter Führung der BNP Paribas und J.P. Morgan begleitete die Transaktion, beteiligt waren außerdem die Erste Group, ING, MUFG und Société Générale Corporate & Investment Banking. Die Erlöse sind für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen.

OMV verzeichnete im Jahr 2017 einen Konzernumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro. Mit rund 20.000 Mitarbeitern zählt sie zu den größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs.

Berater OMV
Weber Rechtsanwälte (Wien): Christoph Moser (Federführung); Associates: Yvonne Gutsohn, Clemens Nöstler (beide Rechtsanwaltsanwärter; alle Kapitalmarktrecht)

Berater Banken:
White & Case (Frankfurt): Karsten Wöckener, Dr. Cristina Freudenberger (beide Federführung), Rebecca Emory (Kapitalmarktrecht), Alexander Born (Steuern); Associates: Florian Fraunhofer, Philipp Kronenbitter (beide Kapitalmarktrecht)
Wolf Theiss (Wien): Claus Schneider (Federführung); Associate: Nikolas Dinhof (Rechtsanwaltsanwärter; beide Bank- und Kapitalmarktrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (BNP Paribas, London): Hugh Pryse-Davies – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (J.P. Morgan, London): Anna-Katharina Clodong – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Wiener Kanzlei Weber berät die OMV seit Langem, unter anderem auch jährlich zu ihrem europäischen Medium-Term-Note-Programm. Der jüngere Weber-Partner Moser ist für das Unternehmen seit mehr als vier Jahren immer wieder tätig. In steuerlichen Fragen setzte die OMV auf Deloitte.

Bei Fremdkapitalmarkttransaktionen mit Österreichbezug sieht man die Kanzlei Weber und White & Case häufig gemeinsam, zuletzt im Dezember 2017 bei einer Anleihe über eine Milliarde Euro. Bei der Begebung von Hybridanleihen war White & Case bislang jedoch bislang nicht als Bankenberater beteiligt: Beim letzten OMV-Hybrid 2015 war noch der Wiener Freshfields-Partner Dr. Stephan Pachinger gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Dr. Christoph Gleske auf Bankenseite tätig. Vier Jahre zuvor beriet Kapitalmarktrechtler Peter Waltz von Linklaters die Banken. Jetzt konnten sich Wöckener und sein Team in einem Pitch durchsetzen. Wolf Theiss-Partner Schneider war für die steuerlichen Aspekte nach österreichischem Recht zuständig. (Annette Kamps)

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