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15.08.2018

Wohnimmobilien: Buwog steigt mit VHM bei Marina Tower ein

Der deutsch-österreichische Wohnimmobilienkonzern Buwog ist mehrheitlich in die Entwicklungsgesellschaften des im zweiten Wiener Bezirk geplanten Wohnturms Marina Tower eingestiegen. Die Buwog hat 51 Prozent an der Marina Tower Holding und 50 Prozent an der Marina City Entwicklungs GmbH übernommen. 

Christian Marth

Christian Marth

Im Gegenzug ist die UniCredit Bank Austria aus dem Projekt ausgestiegen. Ihre über die Cabet Holding gehaltenen Anteile von jeweils 25 Prozent hat sie an die österreichische WIK/IES Immobilien-Gruppe übertragen. Das auf die Entwicklung von Immobilienprojekten spezialisierte Familienunternehmen hält damit nun 49 beziehungsweise 50 Prozent. Vor der Transaktion hielt die WIK/IES 75 Prozent und die UniCredit 25 Prozent. Die Buwog übernahm anschließend die entsprechenden Anteile von WIK/IES.

Zur Errichtung des mit rund 500 Eigentumswohnungen geplanten Turms am Handelskai gründeten Buwog und WIK eine Partnerschaft. Der Bau des 39-stöckigen Turms neben der U2-Station Donaumarina soll nun Fahrt aufnehmen und 2021 fertiggestellt sein. Der Vertrieb der Wohnungen soll im September beginnen.

Das Portfolio der in Wien, Frankfurt und Warschau börsenotierten Buwog umfasst knapp 50.000 Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich. Seit wenigen Monaten gehört die Immobiliengesellschaft zum deutschen Immobilienriesen Vonovia, der derzeit 90,7 Prozent am Grundkapital der Buwog hält. Voraussichtlich am 2. Oktober 2018 soll die ordentliche Hauptversammlung der Buwog stattfinden, auf der unter anderem die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptgesellschafter beschlossen werde. Die Minderheitsaktionäre sollen für die Übertragung ihrer Aktien auf die Vonovia eine Barabfindung von 29,05 Euro je Aktie erhalten, wie es in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung der Buwog heißt.

Immanuel Gerstner

Immanuel Gerstner

Berater Buwog
Vavrovsky Heine Marth (Wien): Dr. Christian Marth (Immobilienrecht/M&A), Dr. Nikolaus Vavrovsky (Immobilienrecht/Gesellschaftsrecht; beide Federführung), Daniela Kager (Immobilienrecht/Wohnungseigentumsrecht/Privates Baurecht); Associates: Dr. Laura Weissel (Immobilienrecht/M&A), Lukas Lanzerstorfer, Lisa Haslinger (beide Rechtsanwaltsanwärter; Immobilienrecht)
Inhouse Recht (Wien): Dr. Paul Kozubek (Bereichsleiter Recht), Dr. Romana Wanko, Thomas Huber-Starlinger, Christoph Postl – aus dem Markt bekannt
Schönherr (Wien): Volker Weiss (Federführung); Associate: Evelin Hlina (beide EU-Wettbewerbsrecht)

Berater IES Immobilien
SCWP Schindhelm (Wien): Dr. Immanuel Gerstner (Immobilienrecht/M&A), Dr. Irene Meingast (Immobilienrecht)

Berater UniCredit Bank Austria
Fellner Wratzfeld & Partner (Wien): Dr. Markus Fellner; Associate: Benedikt Kessler (beide Corporate/M&A)

Hintergrund: VHM hat die Buwog bereits mehrfach beraten, unter anderem 2016 beim Verkauf eines Immobilienportfolios von rund 1.200 Wohnungen in Tirol an die in Luxemburg ansässige Immobilienverwaltungsgesellschaft Jargonnant Partners.

Auch Schönherr stand schon in mehreren Transaktionen an der Seite der Buwog. Das aktuelle Mandat kam über Corporate/M&A-Partner Robert Bachner, der die Immobiliengesellschaft gemeinsam mit Partner Christian Herbst beim Vonovia-Einstieg beraten hat.

Die SCWP-Partner Gerstner und Meingast beraten die WIK/IES seit rund drei Jahren umfassend. Das Mandat kam ursprünglich über einen persönlichen Kontakt von Meingast zustande.

Fellner Wratzfeld zählt zu den Stammberatern der Bank Austria. Namenspartner Fellner stand der Bank etwa zur Seite, als diese 2016 ihr Osteuropageschäft an die italienische Mutter verkaufte.

In Steuerfragen setzte die Buwog auf KPMG. (Claudia Otto)

 

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