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27.11.2018

Cooler Deal: Japaner übernehmen mit Binder Grösswang AHT

Der steirische Kühlsystemehersteller AHT Cooling geht für 881 Millionen Euro an Daikin Europe, eine Tochtergesellschaft des japanischen Konzerns Daikin Industries. Verkäufer ist der Finanzinvestor Bridgepoint, der das Unternehmen mit Sitz in Rottenmann 2013 erworben hatte. Das Closing wird für Jänner 2019 erwartet.

Michael Kutschera

Michael Kutschera

Damals lag der Kaufpreis, den Bridgepoint an die Private-Equity-Häuser Quadriga Capital und Partners Group bezahlte, bei 585 Millionen Euro. AHT fertigt steckerfertige Kühl- und Tiefkühlsysteme für den Lebensmitteleinzelhandel sowie für Getränke- und Eiscremehersteller. Mit rund 1.600 Mitarbeitern ist das Unternehmen in mehr als 100 Ländern präsent und erzielte nach eigenen Angaben 2017 einen Nettoumsatz von 481 Millionen Euro. Das durchschnittliche Umsatzwachstum in den vergangenen zehn Jahren lag bei zwölf Prozent pro Jahr, wie es heißt.

Vor der Übernahme durch Bridgepoint war AHT bis 2013 als Austria Haustechnik an der Wiener Börse gelistet. Derzeit unterhält das Unternehmen Produktionsstätten in der Steiermark, China, Brasilien und den USA. Neben der Produktion und Entwicklung kümmert sich das Unternehmen auch um die Installation und Wartung der Geräte.

Der Klimatechnikriese Daikin mit Hauptsitz im japanischen Osaka ist mit 70.000 Mitarbeitern in mehr als 150 Ländern aktiv und erwirtschaftete im Jahr 2017 einem Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar.

Berater Daikin
Binder Grösswang (Wien): Dr. Michael Kutschera, Dr. Bernd Schneiderbauer (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Emanuel Welten (Bank- und Finanzrecht), Dr. Angelika Pallwein-Prettner (Arbeitsrecht), Dr. Johannes Barbist (Regulatory und Environmental), Dr. Helmut Buchroithner (Commercial/IP), Dr. Markus Uitz (Immobilienrecht), Ingeborg Edel (Litigation), Dr. Ivo Rungg (Datenschutz); Associates: Lukas-Sebastian Swoboda, Alexander Scharkosi (beide Rechtsanwaltsanwärter; beide Corporate/M&A), Claudia Fochtmann, Clara Kreuzbauer (Rechtsanwaltsanwärterin; beide Corporate), Maximilian Höltl, Patrick Mayrhuber (Rechtsanwaltsanwärter; beide Bank- und Finanzrecht), Sabine Apfl-Trompeter (Arbeitsrecht); Anian Gruber (Regulatory und Environmental; Rechtsanwaltsanwärter), Valerio Hofmann (Commercial/IP; Rechtsanwaltsanwärter); Michael Delitz (Immobilienrecht; Rechtsanwaltsanwärter), Thomas Knirsch (Litigation; Rechtsanwaltsanwärter)
Fieldfisher (Brüssel): Tom Pick (Fusionskontrolle), Thomas Lenné (beide Federführung), Liang Xing (Shanghai), Zhaofeng Zhou (Beijing; alle drei Corporate); Associate: Jessica Gardner (Fusionskontrolle)
Inhouse Recht (Brüssel): Corine Vyncke
Noerr (München): Dr. Gerald Reger (Corporate/M&A); Asscoiates: Anna Loibl (Private Equity), Dr. Ricarda-Charlotte Lorenz (Aktien- und Kapitalmarktrecht), Diana Richter, Maximilian Kummer (beide Vertriebsrecht/Digitales)
Gómez-Acebo & Pombo (Madrid): Associates: Carolina Serrano, Samara Schaar (beide Corporate/M&A)

Markus Paul

Markus Paul

Berater Bridgepoint
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Markus Paul (Federführung), Dr. Arend von Riegen, Dr. Ludwig Hartenau (Wien; alle Private Equity), Dr. David Beutel (München), Dr. Michael Sedlaczek (Wien; beide Steuerrecht), Dr. Frank Röhling (Berlin), Bruce McCulloch (Washington; alle Kartellrecht); Associates: Dr. Hendrik Braun, Daniel Lungenschmid (Wien; beide Private Equity), Miriam Geiss (Berlin; Kartellrecht)

Hintergrund: Freshfields beriet Bridgepoint bereits beim Kauf von AHT Cooling Systems im Jahr 2013. Zudem waren damals Dorda und Clifford Chance auf Käuferseite involviert. Auf Verkäuferseite standen vor fünf Jahren die Wiener Kanzlei Trummer & Thomas, die Banken setzten auf Ashurst und Wolf Theiss.

Binder Grösswang kam erstmals für Daikin zum Zug. Der Erstkontakt kam über eine Empfehlung der belgischen Kanzlei Altius zustande.

Fieldfisher berät Daikin seit rund eineinhalb Jahren, sowohl kartellrechtlich als auch zu aufsichtsrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Fragen. Der Kontakt kam damals über das europäische Büronetzwerk von Fieldfisher zustande. Bei der aktuellen Transaktion berät die Kanzlei den Konzern in allen kartellrechtlichen und insbesondere fusionskontrollrechtlichen Angelegenheiten. Daneben sind Fieldfisher-Partner aus Brüssel und China mit der Corporate / Commercial Due Dilligence in Hong Kong und China betraut.

In Steuerfragen setzte die Käuferin dem Vernehmen nach auf Deloitte, während die Verkäuferin auf PricewaterhouseCoopers vertraute. (Claudia Otto)

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