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31.01.2019

Biotech: Marinomed geht mit Clifford und Herbst Kinsky an die Börse

Nach einem ersten Anlauf Ende 2018 steht das österreichische Biotechnologieunternehmen Marinomed nun erneut vor dem Sprung auf das Wiener Börsenparkett. Ab 1. Februar sollen die Aktien des Unternehmens im Prime Market Segment gehandelt werden. Es wäre der erste Börsegang in Wien seit der Bawag 2017. Der erwartete Bruttoemissionserlös liegt bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption bei rund 22,4 Millionen Euro.

George Hacket

George Hacket

299.000 Anteilsscheine wurden nach einem öffentlichen Angebot in Österreich zu einem Preis von 75 Euro je Stück ausgegeben, davon 260.000 Aktien aus dem Basisangebot und 39.000 Aktien aufgrund von Mehrzuteilungen. Die Preisspanne lag bei 75 bis 90 Euro. Des Weiteren fand eine Privatplatzierung außerhalb Österreichs statt.

Die Marktkapitalisierung von Marinomed wird sich auf Basis der Gesamtanzahl von insgesamt 1.299.000 Aktien und bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option auf rund 97,4 Millionen Euro belaufen. Erste Group und Goetzpartners Securities begleiteten die Transaktion.

Inhaber der Wandelschuldverschreibungen, die das Unternehmen im Jahr 2017 emittierte und die im Dritten Markt der Wiener Börse gehandelt werden, können diese in neue Aktien wandeln. Die Wandlungsfrist läuft bis einschließlich 14. Februar 2019. Der Wandlungspreis liegt bei 40,87 Euro.

Marinomed entwickelt Pharmaprodukte gegen Atemwegs- und Augenerkrankungen und entstand 2006 aus einem Spin-off der Veterinärmedizinischen Universität. Mit dem Erlös aus dem Börsegang beabsichtigt das Unternehmen, neue Produkte zu entwickeln sowie neue Märkte zu erschließen.

Berater Marinomed
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. George Hacket (Kapitalmarktrecht), Avrohom Gelber (Steuerrecht; New York), Glen Donath, George Kleinfeld, Jacqueline Landells (alle Regulatory, alle Washington); Associates: Andrei Manea, David Santoro (beide Kapitalmarktrecht), Eric Naftel (Steuerrecht; New York)
Herbst Kinsky (Wien): Dr. Philipp Kinsky, Dr. Philipp Baubin (beide Kapitalmarktrecht/Corporate), Dr. Sonja Hebenstreit (IP); Associates: David Pachernegg, Dr. Felix Kernbichler, Dr. Magdalena Wagner (alle drei Kapitalmarktrecht/Corporate), Alexander Höller (IP; letztere drei Rechtsanwaltsanwärter), Dr. Tanja Lang (Arbeitsrecht)

Philipp Kinsky

Philipp Kinsky

Berater Banken
Weber Rechtsanwälte (Wien): Christoph Moser (Federführung), Prof. Dr. Stefan Weber (beide Kapitalmarktrecht); Associates: Yvonne Gutsohn (Kapitalmarktrecht/Corporate), Angelika Fischer, Clemens Nöstler (beide Kapitalmarktrecht; alle drei Rechtsanwaltsanwärter)
Inhouse Recht (Erste Group; Wien): Ignaz Bodenstorfer (Head of Legal), Claudia Ivanov-Huber (Senior Legal Counsel) – aus dem Markt bekannt

Berater Veterinärmedizinische Universität Wien
Warbek (Innsbruck): Dr. Stefan Warbek (Gesellschaftsrecht)

Berater AWS
Brandl & Talos (Wien): Roman Rericha (Federführung; Gesellschaftsrecht); Associate: Martin Kollar (Kapitalmarktrecht)

Christoph Moser

Christoph Moser

Hintergrund: Clifford Chance kam über den langen Track Record von Partner Hacket bei Kapitalmarkttransaktionen mit Österreich-Bezug ins Mandat. Die österreichischen Emittenten- und Bankenberater sprachen sich ebenfalls für die Kanzlei als International Counsel aus.

Weber und Herbst Kinsky berieten in gleichen Rollen bereits bei der Pre-IPO-Wandelschuldverschreibung im Jahr 2017. Der langjährige Herbst Kinsky-Anwalt Baubin wurde erst kürzlich zum Equity-Partner ernannt.

Die Kanzleien Warbek und Brandl & Talos sind für die jeweiligen Mandanten ebenfalls bewährte Berater.

In Steuerfragen setzte die Emittentin auf BDO. (Claudia Otto)

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