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17.09.2019

Frisches Geld: Signa holt sich mit Arnold 1,2 Milliarden Euro

Die Signa-Gruppe hat sich neues Geld beschafft: Das Immobilienunternehmen hat durch eine Kapitalerhöhung seine Reserven um 1,2 Milliarden Euro vergrößert. Das Geld soll laut eigenen Angaben für weitere Immobilienkäufe verwendet werden. 

Bernhard Vetter von der Lilie

Bernhard Vetter von der Lilie

700 Millionen Euro erhielt die Signa Holding, hinter der der österreichische Multimilliardär und umtriebige Investor René Benko steht, von ihren bestehenden Gesellschaftern. Weitere 500 Millionen Euro kommen durch eine Kapitalerhöhung der Tochtergesellschaft Signa Prime Selection hinzu. Unter den geldgebenden Aktionären befinden sich die RAG-Stiftung, die Versicherungsgesellschaften R+V Versicherungen und LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster, die FFP Group, die Immobilienagentur Madison International Realty und das Finanzinstitut Longbow Finance.

Bis zum Jahresende plant Signa, ein Gesamtvermögen von mehr als 20 Milliarden Euro zu besitzen. Ende 2018 verfügte das Unternehmen nach dem Zusammenschluss von Galeria Kaufhof und Karstadt über ein Immobilienportfolio im Wert von 14 Milliarden Euro sowie 8 Milliarden Euro Entwicklungsvolumen.

Berater Signa
Arnold (Wien): Dr. Bernhard Vetter von der Lilie (Federführung), Dr. Nikolaus Arnold; Associate: Michael Fischer (Rechtsanwaltsanwärter; alle Corporate)

Hintergrund: Die Kanzlei Arnold ist Stammberaterin von Signa. Besonders der auch bei der aktuellen Kapitalerhöhung involvierte Namenspartner Nikolaus Arnold berät das Immobilienunternehmen regelmäßig. So stand er dem Unternehmen Mitte 2019 etwa beim Verkauf von Kika-Filialen an Konkurrent XXXLutz zur Seite.

Der jüngere Partner Vetter von der Lilie wurde Anfang 2019 zum Gesellschafter ernannt. Damit erweiterte die Kanzlei erstmals die Partnerriege um ein Nichtfamilienmitglied. (Dennis Koch)

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