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05.09.2019

KWR in Trauer: Bernhard Raschauer plötzlich verstorben

Der frühere Universitätsprofessor und of Counsel bei KWR Karasek Wietrzyk, Prof. Dr. Bernhard Raschauer, ist Anfang September im Alter von 71 Jahren überraschend verstorben. Der Spezialist für Öffentliches Wirtschaftsrecht war seit Herbst 2016 für die Kanzlei tätig. Zuvor war er mehr als 30 Jahre Professor für Wirtschaftsrecht am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien.

Bernhard Raschauer

Bernhard Raschauer

Raschauer gehörte zu den angesehensten Experten für Verfassungs- und Verwaltungsrecht in Österreich. Die Abteilung Wirtschaftsrecht des Instituts leitete er ab November 1989, als er die Professur übernahm. Zuvor war er seit 1982 bereits als außerordentlicher Professor an der Universität Wien tätig. Von 1985 bis 1991 war er zudem Umweltanwalt des Landes Niederösterreich und von 1999 bis 2014 Mitglied des Umweltsenats beim Umweltministerium.

Die Kanzlei würdigte Raschauer als „einen Ausnahmejuristen, einen wunderbaren Kollegen und Menschen und einen lieben Freund“, so Partner Dr. Georg Karasek: „Wir trauern, sind jedoch dankbar, dass Bernhard Raschauer unser Leben mit seinem scharfen Sachverstand, seiner Menschlichkeit und seinem feinen Humor bereichert hat.“

Nach seiner Emeritierung schloss sich Raschauer KWR an und beriet vor allem zu öffentlich-rechtlichen Fragen im Energie-, Umwelt- und Baurecht. Den Flughafen Wien begleitete er neben Schönherr in Gerichtsverfahren um die Genehmigung der 3. Piste, darunter im Rechtsmittelverfahren gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts 2017. Vor seiner Zeit bei der Kanzlei war Raschauer im Streit um die Konzessionen für Glücksspielautomaten gutachterlich auch für den Glücksspielkonzern Novomatic tätig. (Raphael Arnold)

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