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23.12.2019

Venture Capital: EnBW beteiligt sich mit KPMG Law an Series-A-Runde bei Holo-Light

Die Venture-Capital-Tochter des Energieversorgers EnBW steigt bei Holo-Light ein. Der österreichisch-deutsche Softwarehersteller bietet Augmented-Reality-Programme an, mit denen sich Objekte und Anlagen millimetergenau nachbilden lassen. Der bestehende Investor Innogy Ventures erhöhte seinen Anteil im Zuge der Finanzierungsrunde weiter.

Wendelin Ettmayer

Wendelin Ettmayer

Holo-Light entwickelt Software mit Augmented- und Mixed-Reality-Funktionen für industrielle Anwender, insbesondere im Maschinenbau und in der Autoindustrie. Mithilfe der Programme Holo-View und Holo-Stylus lassen sich zum Beispiel Prototypen oder Großanlagen planen, darstellen und verbessern. Die Datenbrille HoloLens2 von Microsoft lässt sich mit ihnen einsetzen.

Das 2015 in Tirol gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Ismaning und einen Standort in Innsbruck. Aktuell beschäftigt die Softwareschmiede 30 Mitarbeiter, zu den Kunden zählen unter anderem BMW, Festo und BASF.

EnBW New Ventures hat rund 100 Millionen Euro an Kapital zur Verfügung. Innogy Ventures ist eine Tochter des Energiekonzerns Innogy aus Essen und gehört zu dessen Innovation Hub. Dieser hat bislang rund 162 Millionen Euro in knapp 90 Jungunternehmen investiert.

Neue Investoren an Bord

Florian Cvak

Florian Cvak

Neben der Venture-Capital-Tochter von EnBW beteiligten sich auch Bayern Kapital und Toprope Ventures an der 4-Millionen-Finanzierungsrunde für Holo-Light. Bayern Kapital ist die Venture-Capital-Sparte der landeseigenen bayerischen Förderbank LfA. Sie verwaltet im Moment elf Fonds mit einem Vermögen von rund 325 Millionen Euro und hat sich bislang mit rund 305 Millionen Euro an 270 Unternehmen beteiligt. Bei Toprope handelt es sich um ein privates Investmentvehikel.

Berater EnBW New Ventures
KPMG Law (Nürnberg): Dr. Daniel Kaut (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Anna-Kristine Wipper (IP; Berlin); Associate: Dr. Cordula Brügmann (Corporate/M&A)
Buchberger Ettmayer (Wien): Dr. Wendelin Ettmayer (Federführung; Corporate/M&A), Elisabeth Wasinger (Arbeitsrecht); Associates: Karin Bruchbacher (IP), Pablo Essenther (Rechtsanwaltsanwärter; Corporate/M&A)
Inhouse Recht (Karlsruhe): Martin Düker (Syndikusrechtsanwalt; Konzernexperte Recht Konzern, Support und Versicherungen)

Berater Innogy Ventures
Schindler (Wien): Florian Cvak (Corporate/M&A)
Inhouse Recht (Essen): Dr. Tobias Rösner (Legal Business Partner Innovation)

Stefan Geiler

Stefan Geiler

Berater Holo-Light
Ullmann Geiler (Innsbruck): Dr. Stefan Geiler, Dr. Simon Schafferer (beide Corporate/M&A)

Hintergrund: Der Einstieg von EnBW New Ventures bei Holo-Light ist eine der ersten Transaktionen von Ettmayer in der eigenen Kanzlei Buchberger Ettmayer, die im Sommer 2019 entstand und KPMG Law assoziiert ist. Zusammen mit fünf weiteren Anwälten verließ er damals das Wiener Büro von Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche. Kontakte zu KPMG Law in Deutschland bestanden schon aus einer früheren Transaktion. Die IP- und arbeitsrechtlichen Arbeitsfelder lagen vor allem in der Due Diligence.

Schindler beriet Innogy Venture seit Herbst 2018 in mehreren Finanzierungsrunden, zuerst bei einem Wandeldarlehen für Insider Navigation über rund eine Million Euro. Kurz danach war Schindler-Partner Cvak dann bereits bei einer Kapitalspritze für Holo-Light an der Seite des Investmentarms des deutschen Energieunternehmens tätig. Inhouse war dort der Gesellschaftsrechtler Dr. Tobias Rösner zuständig, der seit Frühsommer 2017 bei der E.on-Tochter arbeitet und zuvor unter anderem Anwalt bei Hogan Lovells war.

Die Innsbrucker Kanzlei Ullmann Geiler zählt das österreichisch-deutsche Unternehmen Holo-Light seit mehreren Jahren zu seinen Mandanten und war ebenfalls in der ersten Finanzierungsrunde mit Innogy Ventures mandatiert. (Raphael Arnold)

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