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30.01.2020

Im Gespräch mit CMS RRH: Strategie rückt in den Vordergrund

Die Zeiten ändern sich: Nach zwölf Jahren löste der IT- und Datenschutzexperte Dr. Johannes Juranek den M&A-Anwalt Dr. Peter Huber als Managing-Partner von CMS Reich-Rohrwig Hainz ab. Im JUVE-Interview zieht Juranek eine erste Zwischenbilanz und gibt Ausblick auf seine weiteren Pläne.

Johannes Juranek

Johannes Juranek

JUVE: Was hat sich seit Ihrem Amtsantritt verändert?
Dr. Johannes Juranek: Vor allem zwei Dinge: Erstens das Aufstellen eines Management-Komitees und zweitens die Position des Chief Operating Officer. Beides hatte ich, als ich mich zur Wahl gestellt habe, bereits vorgeschlagen, weil ich strategische Themen stärker in den Vordergrund rücken wollte. Zudem haben wir ein Wissensmanagementsystem aufgesetzt, das den Mitarbeitern an allen CMS RRH-Standorten über eine intelligente Suchfunktion das Finden von Dokumenten zu Ausarbeitungen zu bestimmten Themen erleichtert, sodass das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden muss.

Wer sitzt im Management-Komitee?
Das sind die Partner Dr. Gregor Famira, Dr. Egon Engin-Deniz, Johannes Trenkwalder und Dr. Döne Yalçin. Wir treffen uns gemeinsam mit dem COO einmal in der Woche und besprechen strategische Themen, etwa wenn es darum geht, wie wir ein Büro aufstellen oder eine Schlüsselposition besetzen. Wichtige Entscheidungen werden aber nach wie vor bei der Partnerversammlung getroffen.

Was sind die Aufgaben des COO?
Der COO entlastet mich beispielsweise bei der Budgeterstellung sowie bei der täglichen Organisationsarbeit und koordiniert mit den jeweiligen Abteilungsleitern die Infrastrukturthemen innerhalb der Kanzlei, also insbesondere IT, Personalwesen und Marketing.

CMS beteiligt sich nicht an Legal Tech Hub Vienna, sondern nutzt eigene Lösungen der CMS-Allianz. Können Sie da etwas Konkretes nennen?
Nein, das ist alles noch höchst vertraulich.

Was steht für Ihre weitere Amtszeit auf der Agenda?
Wir wollen noch stärker als eine gemeinsame Kanzlei wahrgenommen werden, also CMS RRH mit all seinen Standorten, nicht nur in Wien, sondern auch in der Türkei sowie CEE. Des Weiteren ist uns Business Development sehr wichtig, wir wollen Cross Selling Potenziale stärker nutzen und vor allem durch Digitalisierung gibt es noch viel Potenzial zur Effizienzsteigerung.

Wo zum Beispiel?
Im Bereich Due Diligence oder Litigation etwa durch das intelligente Lesen und Durchsuchen von Dokumenten, die nicht verschlagwortet sind. Ich sehe auch viel Potenzial beim internen Dokumentmanagement.

Welche weiteren Aufgaben haben Sie als Managing-Partner?
Neben der Kanzleiorganisation, die immer weiter in die Hände des COO gelegt werden soll, geht es für mich etwa darum, Ideen anzustoßen und dafür zu sorgen, dass sie auch weiterverfolgt werden. Das ist ganz wichtig. Es ist auch meine Aufgabe, Beschlüsse für die Partnermeetings vorzubereiten und die Grundlagen für die Beschlussfassung zu erarbeiten. Ich vertrete CMS RRH auch im CMS Executive Committee auf internationaler Ebene.

Das Interview führte Claudia Otto.

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