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15.01.2021

Erneuerbare Energien: Kelag kauft mit Baker & McKenzie 25 Kleinkraftwerke von RWE

Der Kärntner Energieerzeuger Kelag erwirbt von dem deutschen Energieriesen RWE 19 Wasserkraft- und sechs Windkraftwerke. Die Anlagen liegen in Frankreich und Portugal. Die Transaktion soll im Laufe des Jahres abgeschlossen und gilt rückwirkend zum 1. Januar 2021.

Eva-Maria Ségur-Cabanac

Eva-Maria Ségur-Cabanac

Konkret handelt es sich um zwölf Kleinwasserkraftwerke in Frankreich sowie Anteile an sieben Kleinwasserkraftwerken und sechs Windkraftanlagen in Portugal. Kelag will damit seine Position bei erneuerbaren Energien, insbesondere aus Wasserkraft, ausbauen. Die Kraftwerke haben eine Gesamtkapazität von 65 Megawatt, davon 3 aus Windkraft. Im Zuge der Transaktion wechseln auch 16 Mitarbeiter zur Kelag.

RWE hatte die Anlagen im Jahr 2019 im Rahmen der Großtransaktion mit der deutschen Konkurrentin E.on übernommen. Seit 2001 ist RWE mit 37,9 Prozent an der Kelag beteiligt. Erst im Herbst 2020 hatten der Konzern und das Land Kärnten vereinbart, ihre Partnerschaft ein weiteres Jahrzehnt fortzuführen. Im Rahmen dessen konzentriert sich RWE auf Investitionen in Windkraft, Fotovoltaik und Speichertechnologien, während die Kelag sich als Kompetenzzentrum für Wasserkraft positioniert.

Berater Kelag
Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche (Wien): Dr. Eva-Maria Ségur-Cabanac (Federführung; Corporate/M&A), Saveria Laforce (M&A; Paris), Andreas Traugott (Kartellrecht), Holger Engelkamp (Corporate/M&A; Berlin), Rémi Ducloyer (Energy/Regulatory; Paris); Associates: Dr. Armin Assadi, Clara Fercsak (Rechtsanwaltsanwärterin), Sarah Belahcen (Paris; alle drei Corporate/M&A), Nina Lenhard (Kartellrecht), Roman Roussel (Energy/Regulatory; Paris)
Inhouse Recht (Klagenfurt): Dr. Alexander Slana (Head of Division Legal Services/Copliance/Internal Audit)
Abreu Advogados (Lissabon): Armando Martins Ferreira – aus dem Markt bekannt

Anselm Raddatz

Anselm Raddatz

Berater RWE
Clifford Chance: Dr. Anselm Raddatz (Federführung; Düsseldorf), Emmanuel Mimin (Paris), Jeroen Thijssen (Amsterdam; alle drei Corporate), Dr. Felix Mühlhäuser (Frankfurt), Alexandre Lagarrigue (Paris; beide Steuern) Dr. Joachim Schütze (Düsseldorf), Katrin Schallenberg, Emily Xueref-Poviac (beide Paris; alle drei Kartellrecht), Dr. Dominik Heß (Corporate; Düsseldorf), Cord Freiherr von Mandelsloh (Frankfurt), Omar El Arjoun (Paris; beide Steuern); Associates: Marie-Christine Schulte (Düsseldorf), Raphael Durand, Karim Mernissi (beide Paris), Luc van Oosterhout (Amsterdam; alle vier Corporate), Christian Klein (Steuern; Frankfurt), Johannes Lüer (Düsseldorf; alle Kartellrecht)
Inhouse Recht (Essen): Jan-Philipp Jaeger, Dr. Hans-Christian Keßler
Binder Grösswang (Wien): Gottfried Gassner (Federführung), Dr. Thomas Schirmer (beide Corporate), Dr. Christian Wimpissinger (Steuern); Associate: Dr. Erik Pinetz (Steuern; Rechtsanwaltsanwärter) 
OLMJ (Lissabon): Inês Pinto da Costa (M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das Wiener Büro von Baker & McKenzie berät die Kelag laufend zu Compliance-Themen. Für die aktuelle Transaktion setzte sich die Kanzlei in einem Pitch durch. Für portugiesisch-rechtliche Fragen kam Abreu Advogados hinzu.

Ein Team um Clifford-Partner Raddatz und Counsel Heß beriet den RWE-Konzern bereits 2020 bei einer beabsichtigten italienischen Transaktion. Diese wurde allerdings nicht vollzogen. Für den aktuellen Verkauf kam Legal Counsel Kessler auf die Kanzlei zu. Für österreich-rechtliche Fragen zog Clifford die Wiener Einheit Binder Grösswang hinzu, was über Raddatz‘ Kontakt zum ehemaligen Co-Managing-Partner Schirmer lief. Bei der portugiesischen Kanzlei OLMJ erfolgte die Mandatierung über den Kontakt von Raddatz zu Partner André Figueiredo. (Claudia Otto)

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