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02.02.2021

Gesundheitsportale: Burda kauft mit Graf & Pitkowitz in Österreich zu

Das deutsche Medienhaus Burda baut mit den Online-Portalen netdoktor.at und netdoktor.ch seine Gesundheitssparte aus. Verkauft wurden die Marken von den beiden Medienunternehmern Dr. Eva Dichand und Wolfgang Jansky. Zum Kaufpreis ist nichts bekannt.

Ferdinand Graf

Ferdinand Graf

2019 hatte Burda bereits netdoktor.de von der Holtzbrinck-Gruppe übernommen. Mit 8,5 Millionen Besuchern und mehr als 22 Millionen Zugriffen im Monat zählt es zu den reichweitenstärksten Online-Gesundheitsportalen im deutschsprachigen Raum. Nun kommen die österreichischen und Schweizer Pendants hinzu.

Mit der Online-Patienten-Plattform Jameda oder dem Apothekenmagazin ‚Mylife‘ ist Burda bereits sehr aktiv im Gesundheitsmarkt vertreten. Auch der digitale Videosprechstundendienstleister Patientus gehört zum Portfolio des Münchner Medienunternehmens.

Die Verkäufer von netdoktor.at und netdoktor.ch sind ‚Heute‘-Herausgeberin Dichand mit ihrer Pluto Privatstiftung sowie ‚Heute‘-Gründer Jansky und die von ihm geführte Periodika ‚Privatstiftung‘. Dichand hielt die Mehrheit an der netdoktor.at GmbH, zu der beide Varianten der Plattform gehören. Seit 2018 ist sie Vorsitzende des Universitätsrates der Medizinischen Universität Wien. Im vergangenen Jahr wurde sie außerdem zur stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums der Albertina berufen.

Berater Hubert Burda Media
Graf & Pitkowitz (Wien): Dr. Ferdinand Graf (Federführung; Corporate/M&A), Jakob Widner (Arbeitsrecht); Associates: Andreas Edlinger (Corporate/M&A), Dr. Axel Guttmann (Arbeitsrecht), Dr. Claudia Csaky, Marija Krizanac (beide IP/Datenschutz) 
Inhouse Recht (München): Dr. Maximilian Preisser (General Counsel)

Berater Verkäufer
Inhouse Recht (Wien): Prof. Dr. Christian Nowotny 

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.

Die Wiener Kanzlei Graf & Pitkowitz ist über die Stammmandantin Verlagsgruppe News (VGN) und deren Geschäftsführer Horst Pirker fest in der österreichischen Medienlandschaft verankert. Für den deutschen Burda Verlag war die Kanzlei heuer das erste Mal tätig. Corporate-Partner Graf führte das praxisgruppenübergreifende Team, das neben arbeitsrechtlichen vor allem urheber- und datenschutzrechtliche Fragen zu klären hatte.

Inhouse liefen die Fäden bei Maximilian Preisser in München zusammen, der seit Anfang 2020 die Rechtsabteilung von Burda leitet. Das Medienhaus hatte vor einem Jahr sein Rechtsteam neu und breiter aufgestellt.

Die Gesellschaften der beiden Verkäufer beauftragten keine externen Berater, sondern griffen ebenfalls auf Inhouse-Know-how zurück. Soweit bekannt kümmerte sich der Pluto-Stiftungsvorstand Nowotny um die rechtlichen Belange der Transaktion. Er war bis Herbst 2018 Ordinarius für Zivil- und Unternehmensrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien. (Annette Kamps)

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