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01.04.2021

Öffentliches Recht: PHH hebt Praxis mit Team um Oehner-Partnerin aus der Taufe

Die Wiener Kanzlei PHH Prochaska Havranek startet zum April eine neue Praxisgruppe für Öffentliches Recht. Dazu kommen die Partnerin Dr. Stefanie Werinos-Sydow (41) sowie eine Anwältin und eine Anwärterin von der Kanzlei Oehner & Partner, die mit PwC Legal zusammenarbeitet, dem deutschen Rechtsberatungsarm von PricewaterhouseCoopers.

Stefanie Werinos-Sydow

Stefanie Werinos-Sydow

Im Zentrum der Beratung sollen die Bereiche Vergabe-, Umwelt- und Planungsrecht stehen. Einen Branchenschwerpunkt werden zudem die Sektoren Gesundheit und öffentliches Gesundheitswesen bilden. Mit Werinos-Sydow wechseln auch die Rechtsanwältin Sandra Kasper (35), die sich auf Anlagen-, Umwelt- und Energierecht spezialisiert hat, sowie die Konzipientin Theresa Karall (27). 

Werinos-Sydow berät seit 15 Jahren regelmäßig namhafte Unternehmen und Institutionen in komplexen Planungs- und Genehmigungsverfahren für Anlagen-, Infrastruktur- und Mobilitätsprojekte, zuletzt etwa den Verbund bei der Umweltverträglichkeitsprüfung zur neuen Betriebserlaubnis für das Wasserkraftwerk Laufnitzdorf. Auch im Vergaberecht ist sie bei Ausschreibungen und in Nachprüfungsverfahren vor Verwaltungsgerichten tätig. Ein Beispiel dafür ist die Beratung der Citycom Telekommunikation, die Ende 2020 Nokia mit dem Aufbau eines 5G-Netzes für Geschäftskunden in der Steiermark beauftragte. Zu den Mandanten im Gesundheitswesen zählen Unternehmen wie gemeinnützige Einrichtungen, darunter das St. Anna Kinderspital in Wien.

Bei Oehner & Partner hatten die Öffentlich-Rechtlerinnen auch ein ‚Kompetenzzentrum für Drohnenrecht‘ initiiert. Seit Ende 2020 ist diese Einrichtung ein Verein, den die Juristinnen weiterführen.

Werinos-Sydow hatte sich im Frühsommer 2019 gemeinsam mit der Transaktions- und Gesellschaftsrechtsexpertin Dr. Miriam Nehajova der Oehner angeschlossen; zuvor hatten die beiden seit Herbst 2015 eine eigene Kanzlei in Wien. Bereits zu dieser Zeit arbeitete Werinos-Sydow bei Projekten teilweise mit PHH zusammen. Die Regulierungs- und Vergabeexpertin startete ihre Laufbahn 2009 als Konzipientin bei CMS Reich-Rohrwig Hainz. Im Frühjahr 2013 wechselte sie als Partnerin zur Kanzlei Vavrovsky Heine Marth, die damals gerade aus Partnerweggängen von PHH entstanden war. Nehajova bleibt aktuell bei Oehner & Partner, für die sie in Graz tätig ist.

Für Oehner ist der Weggang des Teams im Öffentlichen Recht schmerzhaft, denn sie verlor erst im Herbst ein Bankrechtsteam um Dr. Lukas Röper – ebenfalls an PHH. Im Februar schloss sich allerdings der Transaktionsspezialist Dr. Michael Lind der Kanzlei an, der zuletzt bei der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien die Abteilung Recht und M&A leitete. (Raphael Arnold)

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