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26.05.2021

Virtuelle Währungen: Riddle & Code erreicht mit Brandl Talos FMA-Registrierung

Das Wiener Unternehmen Riddle & Code FinTech Solutions hat sich bei der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) als Dienstleister für virtuelle Währungen registrieren lassen. Ziel des Start-ups ist es, seine Tokens und ‚Distributed-Ledger‘-Lösungen für Dienstleistungen in der Industrie zu nutzen.

Raphael Toman

Raphael Toman

Die Registrierung erlaubt es Riddle & Code nun, auch in Österreich Token zu verwahren und über eine Plattform an Industrieunternehmen auszugeben. In der Schweiz hat das Unternehmen bereits eine voll auditierte und von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) akzeptierte Plattform zum Management von Tokens am Markt. Kunden sind dort vor allem Finanzinstitute.

Möglich ist eine Registrierung als Dienstleister für virtuelle Währungen bei der FMA seit 2020. Riddle & Code ist eines der wenigen Unternehmen, die derzeit für diesen Bereich zugelassen sind. Es erfüllt damit die aufsichtsrechtlichen Vorgaben eines voll regulierten Dienstleisters und kann sowohl einen wesentlichen Teil der gängigen Payment- als auch Utility-Token verwahren, obwohl sich die zu erfüllenden Anforderungen bislang nur schwer voneinander abgrenzen lassen. Zur Registrierung gehörte unter anderem ein nachhaltiger Geschäftsplan, eine Eigentümerkontrolle und der Nachweis eines Kontrollsystems gegen Geldwäscherei.

Der Hard- und Softwareentwickler Riddle & Code entstand 2016, sein Gründer Thomas Fürstner ist heute Chief Technology Officer. Zu den Kunden gehören der Autobauer Daimler, die Wien Energie und die niederländische Kryptobörse Litebit.

Berater Riddle & Code
Brandl Talos (Wien): Raphael Toman (Finanzaufsichtsrecht)

Hintergrund: Die Kanzlei Brandl Talos hatte Riddle & Code bereits zuvor beraten. Die Registrierung bei der FMA trieb Toman über ein Jahr hinweg voran, seit Jänner ist er bei der Wiener Kanzlei Salary-Partner. Bei der Mandantin waren für die Angelegenheit Alexander Koppel als Chef Executive Officer und Sebastian Becker als Chief Compliance Officer zuständig. (Raphael Arnold)

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