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03.09.2021

Fusioniert: RLB Steiermark gliedert mit SCWP und Scherbaum Seebacher eigene Hypo-Tochter ein

Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark hat ihre Tochter Landes-Hypothekenbank Steiermark unter ihr Dach geholt. Ende August schlossen die beiden Finanzhäuser die Verschmelzung ab, nachdem die aufsichtsrechtlichen Genehmigungen vorlagen. Bereits seit 2019 war die Hypo Steiermark gänzlich im Besitz der RLB Steiermark.

Clemens Harsch

Clemens Harsch

Mit der Verschmelzung endet ein mehrstufiges Projekt, das mit dem Verkauf letzter landeseigener Anteile an der Hypo Steiermark durch das Bundesland begann. Damit war die RLB Steiermark seit Frühjahr 2019 Alleineigentümerin der 1930 gegründeten Bank. Deren Aufsichtsrat fasste im April 2020 den Grundsatzentschluss, die Institute zusammenzuführen.

Teil der Eingliederung war auch der Verkauf von fünf Filialen der Hypo Steiermark zu Jahresbeginn 2021. Standorte in Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg und Schladming gingen damals an die örtlichen Raiffeisenbanken, den Kaufpreis bezifferte die RLB Steiermark im Geschäftsbericht für das 1. Halbjahr 2021 auf rund 24,5 Millionen Euro. Das Volumen an Krediten und Forderungen dieser Filialen wies die Bank mit 278 Millionen Euro aus.

Die Bilanzsumme der RLB Steiermark lag Ende 2020 bei 17,7 Milliarden Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Betriebstätigkeit bei 44,6 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter betrug 636. Mit der Verschmelzung bringt die Hypo Steiermark rund 170 Mitarbeiter in das Unternehmen ein.

Berater RLB Steiermark
SCWP Schindhelm (Linz): Dr. Franz Mittendorfer, Clemens Harsch; Associates: Dr. Stephan Pree (Rechtsanwaltsanwärter; alle Gesellschafts- und Finanzaufsichtsrecht)
Scherbaum Seebacher (Graz): Marco Riegler; Associate: Katharina Regitnig (beide Arbeitsrecht)

Hintergrund: Die SCWP-Partner Mittendorfer und Harsch berieten die RLB Steiermark vom Kauf der verbliebenen Hypo-Anteile an als Transaction Counsel zu der Verschmelzung. Auch der Verkauf der fünf Filialen Anfang 2021 gehörte dazu. Auf der Gegenseite war dabei für die lokalen Raiffeisenbanken ein Team von Binder Grösswang um die Partner Dr. Michael Binder, Dr. Christian Zwick und Gottfried Gassner tätig.

Riegler von Scherbaum Seebacher beriet die RLB Steiermark zu den arbeitsrechtlichen Belangen der Verschmelzung. Er gehört auf dem Gebiet zu den langjährigen Beratern des Instituts. Zuständig für die Verschmelzung waren dort Eva Gfrerrer, Leiterin Beteiligungsmanagement, und Kurt Marold, Leiter Finanzen, Controlling und Gesamtbanksteuerung. (Raphael Arnold)

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