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22.01.2005

Entschädigung für Jarislowsky-Erben

Die Bundesrepublik Deutschland hat Ende vergangenen Jahres an die Erben des Berliner Bankiers Jarislowsky eine Entschädigung im achtstelligen Bereich gezahlt. Über die genaue Höhe wurde Stillschweigen vereinbart. Die Gesellschafter des jüdischen Privatbankhauses Jarislowsky & Co. oHG i.L. waren 1937 gezwungen worden, ihre etwa 77 Prozent der Aktien an der Berlin-Gubener Hutfabrik AG (BGH) zu veräußern. Die BGH war der größte Hutfabrikationskonzern seiner Zeit mit einer Vielzahl von Tochtergesellschaften.

Das Verwaltungsverfahren hatte zwölf Jahre gedauert. Die etwa zehn Erben wollen nun vor dem Verwaltungsgericht Berlin eine Mehrforderung stellen. (Tanja Podolski)

Vertreter Erbengemeinschaft Jarislowsky
@Huth Dietrich Hahn (Hamburg): Jörg Peter Strasburger

Vertreter Conference on Jewish Material Claims against Germany
Küpper Minden Vogiatzis (Frankfurt): Stefan Minden

Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen
@Inhouse (Berlin): Ingeborg Weiss, Jürgen Weber

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