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04.10.2007

Vergabestreit um JadeWeserPort: ARGE um Bunte kommt mit Leinemann zum Zug

Die Bietergemeinschaft um das Papenburger Unternehmen Johann Bunte hat Ende September den Zuschlag für das Baulos 1 des JadeWeserPorts bei Wilhelmshafen mit einem Volumen von fast 500 Millionen Euro erhalten.Anfang September hatte das OLG Celle in der Vergabesache der Bunte-Gemeinschaft Recht gegeben und entschieden, dass die konkurrierende Bietergemeinschaft um Hochtief den Bau nicht ausführen darf. Es dürfte sich um einen der bislang größten Vergabrechtsstreite in Deutschland handeln.

Anfang April 2007 hatte die Realisierungsgesellschaft dem Hochtief-Konsortium den Zuschlag erteilt, woraufhin Bunte Beschwerde eingelegt hatte. Das OLG war der Ansicht, dass das Konzept von Hochtief nicht die erforderliche Klarheit hatte, so dass die Bietergemeinschaft von Anfang an vom Vergabeverfahren hätte ausgeschlossen werden müssen.

Zur nun ausführenden Gemeinschaft gehören neben Bunte die Josef Möbius Bau-AG aus Hamburg, das Oldenburger Unternehmen Heinrich Hecker und die Cuxhavener Ludwig Voss Hoch- und Tiefbau. Ein weiteres Unternehmen ging im Verlauf des monatelangen Verfahrens in die Insolvenz. Nicht zuletzt deswegen hatte die Realisierungsgesellschaft des Tiefwasser-Hafens versucht, Bunte vom Verfahren auszuschließen. (Astrid Jatzkowski)

Vertreter Bunte u.a.
LEINEMANN & PARTNER (Berlin): Prof. Dr. Ralf Leinemann; Associates: Dr. Thomas Kirch, Dr. Ingo Franzius, Dr. Eva-Dorothee Ebert

Vertreter Realisierungsgesellschaft
SCHARF (Hannover): Christian Schwenker – aus dem Markt bekannt

Vertreter Hochtief
GANTEN HÜNECKE BIENIEK & PARTNER (Bremen): Dr. Martin Vogelsang – aus dem Markt bekannt

OLG Celle, Vergabesenat
Dr. Thomas Knoke (Vorsitzender Richter)

Bunte gehörte auch bei der vergaberechtlichen Auseinandersetzung um den Ausbau des Teltowkanals zu dem von der Kanzlei vertretenen Konsortium.

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