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07.11.2012

Flughafen BER: Air Berlin verlangt mit Freshfields Schadensersatz

Air Berlin wehrt sich gegen den Schaden, den die verschobenen Eröffnungstermine des Flughafens Berlin Brandenburg verursacht haben. Die Fluggesellschaft reichte beim Landgericht Potsdam eine Feststellungsklage gegen den Flughafenbetreiber ein.

Rolf Trittmann

Rolf Trittmann

Die Flughafengesellschaft hatte den zugesicherten Eröffnungstermin am 3. Juni 2012 nicht eingehalten und zwischenzeitlich mehrfach verschoben. Air Berlin sind eigenen Angaben zufolge Kosten und Schäden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Eine außergerichtliche Einigung zwischen dem Flughafenbetreiber und Air Berlin ist gescheitert.

Im Juli hatte der Flughafen Berlin -Brandenburg seinerseits Feststellungsklage eingereicht gegen seine Architekten (mehr…). Damals war bereits bekannt geworden, dass sowohl Air Berlin als auch die Deutsche Lufthansa und einige Mieter Schadensersatz verlangen.

Vertreter Air Berlin
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Rolf Trittmann, Dr. Daniel Schnabl (beide Konfliktlösung) – aus dem Markt bekannt

Vertreter Flughafen Berlin Brandenburg
Inhouse (Berlin): Gottfried Egger (Leiter)

Hintergrund: Freshfields ist regelmäßige Beraterin von Air Berlin. Dass ihr die Fluggesellschaft auch in diesem Fall wieder vertraut, war bereits im Zuge der Klage gegen die Architekten bekannt geworden. Auch im Streit um das Flugverbot der Deutschen Flugsicherung (DFS) wegen des isländischen Vulkanausbruchs forderte Air Berlin gerichtlich Schadensersatz. 2011 reichte die Hamburger Kanzlei Schierk & Bechtloff für Air Berlin und Condor die Klage beim Verwaltungsgericht Darmstadt ein.

Über den Flughafen Berlin ist bekannt, dass Heuking Kühn Lüer Wojtek ihn zu Schadensersatzansprüchen Dritter berät. Allerdings betrifft diese Beratung nicht die Schadensersatzansprüche der Airlines. (Parissa Kerkhoff)

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