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09.08.2013

Fristlose Kündigung: DSGV und Waas einigen sich mit Gleiss und Diem auf Abfindung

Im Streit zwischen dem ehemaligen DekaBank-Chef Franz Waas und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, dem Eigentümer der Deka, hat es eine Einigung gegeben. Die Höhe der Abfindung ist jedoch unbekannt.

Martin Diller

Martin Diller

Der Aufsichtsrat hatte Waas im April 2012 mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben entbunden und fristlos gekündigt – ein in Bankenkreisen ungewöhnlicher Vorgang (mehr…). Begründet wurde dies damals mit fehlendem Vertrauen. Im Kern ging es um Tantiemenforderungen aus den Jahren 2008 und 2009. In beiden Jahren hatte die Bank einen Bonus festgesetzt, den Waas offenbar auch zunächst akzeptiert hatte. Erst nachdem sein Vertrag 2010 um fünf Jahre verlängert worden war, hatte er rückwirkend einen höheren Bonus geltend gemacht. Daraufhin war er vom Aufsichtsrat abberufen und fristlos gekündigt worden.

Waas war seit 2006 an der Spitze der DekaBank. Nach seiner Kündigung wurde er von dem Credit Suisse-Banker Michael Rüdiger ersetzt. Neben dem Kündigungsschutzprozess ist mit dieser Einigung auch das Verfahren um die rückwirkende Bonusforderung beendet, ohne dass es in einem der Prozesse vor dem Landgericht Frankfurt eine Entscheidung gegeben hat.

Berater Verwaltungsrat DekaBank
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Martin Diller
Inhouse (DSGV, Berlin): Olaf Langner (Leiter Recht), Dr. Florian Engelhardt

Berater Waas
Diem & Partner (Stuttgart): Frank Diem (Arbeits-/Gesellschaftsrecht)

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt und begleiten den Streit von Beginn an (mehr…). Zwischen dem DSGV und Gleiss Lutz bestehen schon seit mehreren Jahren Kontakte im Arbeitsrecht. Frank Diem kam über eine Empfehlung ins Mandat. (Catrin Behlau)

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