EDITORIAL 05/12

Jatzkowski_AstridIm Jahr des Drachen

Vermutlich halten Sie Horoskope für Humbug – und lesen sie doch. Doch ganz gleich, wie Sie dazu stehen und ob Sie es zugeben: Das (chinesische) Jahr des Drachen ist angebrochen. Es steht für Visionen, Erneuerung und persönliche Herausforderung.

Grund genug, sich die Visionen der großen chinesischen Kanzleien näher anzuschauen. Denn womöglich nehmen die Unterschätzten Unbekannten die Symbolik ernster als ihre westlichen Wettbewerber glauben. Grund genug auch, diese Ausgabe ganz ins Zeichen des Drachen zu stellen.

Visionen: Noch vor Kurzem galt als visionär, vielleicht sogar ein bisschen verschroben, wer von ‚Diversity‘ sprach. Doch allmählich mutieren die Ungleichen Voraussetzungen zu einem ernst zu nehmenden Problem für Kanzleien – Mandanten und Bewerber machen Druck.

Erneuerung: Zahllose Neuerungen hat das deutsche Aktienrecht in den vergangenen Jahren erlebt und ein Ende ist nicht abzusehen. Dennoch beklagen Anwälte trotz sichtbarer Erfolge etwa des ARUG Systemfehler. Erneuert wird auch eine der wichtigsten deutschen Behörden: Die Bundesnetzagentur steht Unter Höchstspannung. Neue Aufgaben, Personalausbau, ein neuer Chef. Nicht jeder ist überzeugt, dass sie damit fertig wird.

Persönliche Herausforderung:Der Streit zwischen Beiten Burkhardt und ihrem Ex-Partner Volker Mergener wird sich, so wie es aussieht, noch locker über die nächsten zwölf Monate ziehen. Beide Parteien wollen keine Einigung, sondern zeigen sich kompromisslos.

Eine gar nicht esoterische Lektüre wünscht Ihnen

Astrid Jatzkowski

In eigener Sache: JUVE-Redakteurin Parissa Kerkhoff hat den Featurepreis 2012 der Akademie der Bayerischen Presse gewonnen. Die Auszeichnung erhält sie für ihren Beitrag „Das automatische Unglück“ über Glücksspielsucht. Das Feature hat sie im Verlauf eines Seminars der Akademie, damals noch als Volontärin bei uns, geschrieben. Den Siegertext finden Sie hier.

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