EDITORIAL 08/12

Poppelbaum_JörnUngewohntes Terrain

Ein Schriftsatz im 140-Zeichen-Twitter-Fomat? Eine rechtlich fundierte Diskussion auf einer quasi-offenen Xing-Plattform ohne Disclaimer? Für Anwälte scheint es kein unpassendere Biotop zu geben als soziale Netzwerke im Internet.

Und doch kommen Kanzleien nicht mehr daran vorbei, auch diese Medien zu bedienen. Denn ihr potenzieller Nachwuchs bewegt sich wie selbstverständlich in sozialen IT-Netzwerken. Das Internet ist schon jetzt die Hauptquelle für Informationen aller Art. Da kann es für Jura keine Extrawurst geben.

Wie schwer sich die meisten Kanzleien in Deutschland jedoch noch damit tun, Online-Kanäle richtig zu bespielen, zeigt unser Titelartikel (Vorsichtige Annäherung). Wir zeigen allerdings auch viele Beispiele, wie es richtig gemacht wird. Denn bei genauerem Hinsehen sind hierzulande – vereinzelt – auch Kanzleien im Netz sehr aktiv.

Fast genauso ungewohntes Terrain, jedenfalls für Großkanzleianwälte, ist der Wechsel in die BGH-Anwaltschaft. Als Anwalt in Karlsruhe ist neben Kompetenz in einem bestimmten Rechtsgebiet vor allem juristisches Generalistentum gefragt. Dennoch – oder gerade deswegen – treibt es auch in der anstehenden Wahlrunde wieder einige hoch spezialisierte Großkanzleianwälte in die beschauliche Stadt in Baden. Sie hoffen, von der Verjüngungskur der BGH-Anwaltschaft zu profitieren.

Verjüngt hat sich mit der aktuellen Ausgabe auch der JUVE Rechtsmarkt. Die Stammleser unter Ihnen werden es schnell bemerken: Mit einer klaren, modernen Optik wollen wir unsere Leserfreundlichkeit erhöhen. Ich hoffe, es gefällt!

Viel Spaß beim Lesen und Durchblättern.

joern.poppelbaum@juve.de

 

 

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