CLOSING 07/2013

Ohrensausen

Ohrensausenvon Ulrike Barth

 

Der Management-Ausschuss tagt mal wieder.

Erster: So liebe Kollegen, heute haben wir wieder Einiges auf der Agenda. Bevor wir über den Ausbau des Associate-Programms, Stichwort language skills, reden, erst mal zum Business Development.

Zweiter: Da hake ich mal gleich ein: An der Schnittstelle Litigation und Corporate können wir noch viel mehr machen. Den ganzen Compliance-Bereich können wir doch als One-Stop-Shop erstklassig bedienen. Und dann daraus den „board advice“ strategisch weiterentwickeln.

Dritter: Der Schmidtke wäre genau der richtige Mann dafür. Der hat das richtige Auftreten: so edgy, verbindlich, mit der nötigen Strenge, die man für „bold advice“ braucht.

Vierter: Ich finde den Schmidtke für „bored advice“ zu aufmüpfig. Da müsste jemand mit mehr Gelassenheit ran, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.

Fünfter: Mal ganz im Ernst: Ich weiß gar nicht, warum um den „bought advice“ immer so viel Aufhebens gemacht wird. Ist doch alles wirklich keine rocket science. Mehr so old chestnut. Wir arbeiten doch alle nicht umsonst, wo kämen wir denn da hin!

Erster: Und ich geb mal zu bedenken: Der Schmidtke macht jetzt mehr in Richtung „healthcare“. Und ist der nicht auch eigentlich zu jung für „bald advice“? Der ist doch noch nicht mal „grey hair“?

Zweiter: Stimmt schon. Der Schmidtke hat seine besten Jahre noch vor sich. Und ist im „Hells Care“ unabkömmlich. Mhh … Warum machen wir ihn dann nicht gleich zum Head des Evil Clients Progress Programms?

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