EDITORIAL 11/13

Geschäftsmodelle der anderen Art

Jatzkowski_Astrid

Astrid Jatzkowski

Geld lässt sich auf vielerlei Arten verdienen – wer wüsste das besser als Sie. In dieser Ausgabe schauen wir uns einige Varianten näher an, die noch recht innovativ sind, aber das Potenzial haben, sich im Markt zu etablieren – ob es uns nun gefällt oder nicht.

Da wäre zunächst einmal das ,Dreisprung-System‘: bewerben, abgelehnt werden, Schadensersatz fordern. Seit einiger Zeit ist wieder ein AGG-affiner Bewerber auf Tour im juristischen Arbeitsmarkt. Er beschert Kanzleien und Unternehmen Arbeit und kostet Nerven. Unser Beitrag Von Beruf: Diskriminiert setzt sich mit den Problemen von Arbeitgebern auseinander, die vermeintlich Bewerber benachteiligen.

Das Prinzip ,Päppeln und Verdienen‘ verfolgen derzeit hingegen etliche Berliner Kanzleien sehr erfolgreich. Die aktive Szene der Unternehmensgründer in der Hauptstadt versorgt sie mit immer neuen Mandanten, die zunächst vor allem eines haben: kein Geld. Aber aus jedem könnte schließlich das nächste Twitter werden. Welche Kanzleien sich warum an diesem Glücksspiel beteiligen, erläutert der Beitrag Gründerväter und Goldsucher.

Und schließlich wäre da noch die ,Bangemachen gilt‘-Methode. Zugegeben, sie wird von Versicherern seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet. Neu sind jedoch die Policen, mit denen nun auch deutsche Anbieter die stetig größer werdenden sogenannten Cyberrisken der Unternehmen absichern wollen. Der Markt ist so neu, dass Unternehmen in der Virtuellen Kampfzone durchaus Gestaltungsspielräume nutzen können.

Um Sie nicht mit Neuem zu erschlagen, greifen wir aber auch ein Problem auf, dass uns und Sie seit Jahren immer wieder beschäftigt: die WP- und Steuerberatungsgesellschaften und die bei ihnen angedockten Anwälte. Der Beitrag Kampf um den Anschluss befasst sich dieses Mal mit dem Partner- Exodus bei Deloitte & Touche und seinen Folgen.

Eine inspirierende Lektüre und viele neuen Ideen wünscht Ihnen

Astrid Jatzkowski

astrid.jatzkowski@juve.de

 

  • Teilen