EDITORIAL 7/13

Drum prüfe, wer sich ewig bindet …

Jatzkowski_Astrid

Astrid Jatzkowski

Geschäftsbeziehungen sind wie Ehen: Viele scheitern. Auch bei den Gründen dafür lassen sich Parallelen zwischen Privatleben und Geschäft ziehen: Die Prioritäten verschieben sich, das persönliche Engagement erlahmt – oder einer von beiden gerät auf Abwege.

Über den Ehevertrag für Kanzleien wird daher aus gutem Grund seit Jahren diskutiert. Nun sieht alles so aus, als würde mit der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung eine neue Grundlage geschaffen. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprach mit JUVE über die Regelung („Das Angebot stärkt unseren Rechtsstandort“). Die FDP-Politikerin äußert sich auch zur lebhaften Debatte über den Status von Unternehmensjuristen, doch wird eine Neudefinition hier noch auf sich warten lassen. Aber auch das Steuersplittung für eingetragene Partnerschaften hat schließlich gedauert.

Bleiben wir beim Thema Partnerschaften. Unter dem Stichwort Business Partner Screening beginnen immer mehr Unternehmen, ihre teils langjährigen Geschäftsbeziehungen systematisch zu prüfen und – falls nötig – aufzulösen. Der Gute (Un)Bekannte wird unter die Lupe genommen. Das Phänomen ist auf einem guten Weg, zu einer ,Best Practice‘ zu werden.

Aus ganz anderen Erwägungen heraus hat Taylor Wessing in den letzten Jahren viele langjährige Beziehungen auf eine harte Probe gestellt. Nun hat gerade ein neues Management den Umbau in der obersten Etage hinter sich. Der Führungsriege stehen auch drei Jahre nach grundlegenden Kursänderungen noch viele Diskussionen bevor, um Konservative und Reformer auf eine gemeinsame Linie einzuschwören.

Eine zur Diskussion anregende Lektüre wünscht Ihnen

Astrid Jatzkowski

astrid.jatzkowski@juve.de

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