EDITORIAL 09/15

Smarter beraten

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Christine Albert

Digital ist besser – davon war schon 1995 eine (damals noch junge und unbekannte) Hamburger Band überzeugt. Im gleichen Jahr brachte Siemens das erste Handy auf den Markt, das Kurznachrichten empfangen und senden konnte. Wie sehr das Internet, soziale Netzwerke und mobile Geräte das heutige Leben prägen und bestimmen, dürfte die Vorstellungskraft der meisten damals gewaltig überstiegen haben. Und die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und stellt auch die Kanzleien selbst vor neue Herausforderungen, davon ist beispielsweise Dr. Tobias Bürgers von Noerr fest überzeugt (siehe Interview).

Schließlich steigt der Beratungsbedarf der Unternehmen in diesem Bereich immer weiter. Wie Pilze schießen gerade Start-ups für digitale Finanzdienstleistungen aus dem Boden, Branchenriesen wie Apple und Google feilen an ihren mobilen Bezahldiensten – ein gigantischer Markt mit enormem Wachstumspotenzial, bei dem inzwischen auch klassische Banken mitmischen wollen. In unserem Beitrag „Die Währungsreform“ lesen Sie, welche hohen regulatorischen Klippen Fintech-Unternehmen in Deutschland umschiffen müssen, bevor sie den Markt erobern können.

Als sehr flexibel und smart präsentieren sich heutzutage auch viele Boutiquen, zumeist Spin-offs von Großkanzleien. Ihre Zusammenarbeit über Kanzleigrenzen hinweg hat mit dem Ansatz traditioneller Boutiquen nicht mehr viel zu tun. Der Erfolg gibt den Tandemfahrern recht, denn so entwickeln sie sich zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für die Großen.

Eine anregende analoge Lektüre wünscht Ihnen

Christine Albert

christine.albert@juve.de

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