EDITORIAL 02/16

Am Anschlag

Juve Verlag

Christina Schulze, Astrid Jatzkowski und Christin Nünemann

Ein ruhiges Büro, Zeit, sich mit der einschlägigen Fachliteratur zu befassen, sauber formulierte Einerseits-andererseits-Memos für die Geschäftsführung und ein pünktlicher Feierabend. Wünschen Sie sich auch manchmal in diesen juristischen Elfenbeinturm zurück, von dem Ihnen ältere Kollegen berichten? Vermutlich nicht.

Doch das andauernde Schneller, höher, weiter (ab Seite 28), dem sich viele Rechtsabteilungen ausgesetzt sehen, steht sicherlich auch nicht ganz oben auf dem Wunschzettel. Die Anforderungen (Umfrageergebnisse ab Seite 35), die das Geschäft und die Geschäftsleitung an die Syndizi stellen, steigen seit Jahren. Die Hauptgründe liegen für die Inhouse-Counsel auf der Hand: mehr Regulierung und die Compliance-Diskussion.

Beides bedeutet nicht nur mehr und anspruchsvollere Arbeit, sondern auch, die eigene Rolle stetig zu überdenken und anzupassen. Wie bei einem Tanz auf dem Hochseil (ab Seite 74) muss ständig eine neue Balance gefunden werden zwischen Mahner und Dienstleister. Viele Chefjuristen haben sich Zeit genommen, mit uns über dieses schwierige Thema zu sprechen.

Nur dank dieser Bereitschaft, uns für Gespräche zur Verfügung zu stehen, und dank der Tatsache, dass unsere alljährliche Inhouse-Umfrage wieder mehr als 400 Teilnehmer verzeichnete, können wir nun schon zum fünften Mal unsere Februar-Ausgabe den Unternehmensjuristen widmen. Dafür sagen wir: Danke!

In eigener Sache: Wir haben das Redakteursteam für den Bereich „Unternehmen“ erweitert. Damit tragen wir der gestiegenen Bedeutung von Inhouse- Themen bei JUVE Rechnung. Mit jetzt drei Fachredakteurinnen wollen wir die laufende Berichterstattung ebenso intensivieren wie die Recherchen für das JUVE Handbuch.

Auf einen auch in Zukunft regen Austausch mit Ihnen freuen sich

Astrid Jatzkowski
(astrid.jatzkowski@juve.de)

Christin Nünemann
(christin.nuenemann@juve.de)

Christina Schulze
(christina.schulze@juve.de)

 

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