CLOSING 01/17

Weihnachten mit AnwaltWeihnachten mit Anwalt

von Marc Chmielewski

 

Heiligabend steht vor der Tür, und wenn Sie nicht das Glück haben, wegen einer wichtigen Transaktion in New York oder Schanghai die Feiertage durchverhandeln zu müssen, bedeutet das: Sie werden zu Hause sein. Bei Ihrer Familie. Wo sich niemand für das interessiert, was Sie sonst täglich 14 Stunden beschäftigt. Kein Wunder, dass einem da schon mal die Gesprächsthemen ausgehen. Doch es gibt sie, die Brückenthemen – juristisch und doch familienkompatibel. Mit diesen Smalltalk-Tipps sollten Sie durchkommen:

  1. Habt Ihr eigentlich gehört, dass Jones Day unheimlich viel für Donald Trump macht? Trump kennt Ihr doch, oder?
  2. Rudy Giuliani, der alte Trump-Claqueur, ist ja übrigens Partner bei Greenberg Traurig. Mit denen habe ich schon so manche Nacht in Verhandlungsräumen verbracht. Irre, oder?
  3. Gut, den Trump habe ich jetzt noch nicht persönlich getroffen, aber ich sag mal so: In New York bin ich nicht gerade selten, und von Immobilien verstehe ich was. Ich würde ihm sagen: Hotels sind ja im Prinzip die Karawansereien der Moderne, und so, wie man sich damals nicht von jedem Kamel ans Bein pinkeln ließ, müssen heutige Hotel-Magnaten es sich nicht bieten lassen, wenn irgendwelche Linksradikale vor dem neuen Trump-Hotel in Washington rumkrakeelen. Geistreich, oder?
  4. Es gibt ja so einen Kölner Anwalt, der Namen und Internetadresse auf seine Robe drucken ließ. Das hat jetzt aber der BGH verboten. Völlig korrekt, denn einen richtig guten Anwalt erkennen die Leute auch ohne Namensschild. Zum Beispiel mich. Oder meint Ihr nicht?
  5. Ich rede zu viel über Anwälte wie zum Beispiel mich selbst. Reden wir doch auch mal über Euch, liebe Kinder: Wie findet Ihr es denn, dass bald jeder dahergelaufene Untersuchungsausschuss des Bundestags meint, er könnte irgendwelche Kanzleien durchsuchen lassen? Wie fühlt Ihr Euch dabei, was macht das mit Euch?
  6. 140.000 Euro für Berufsanfänger, die noch nichts können, außer von Work-Life-Balance faseln. Ich habe damals für die Hälfte 3.000 Billables geschrubbt, und ich war doch immer für Euch da, oder? Jedenfalls, nachdem Skype erfunden wurde und wenn nicht grad – oh, wartet, da muss ich rangehen.
  7. Das war ein richtig tolles Gespräch, das sollten wir viel öfter machen. Leider muss ich jetzt zum Flieger. Feiert schön!

 

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