EDITORIAL 01/17

Barth_UlrikeWünsch dir was

Nur noch ein paar Tage durchhalten, dann ist die Jahresend-Rallye geschafft. Dann sind die letzten fetten Deals in trockenen Tüchern, an der Verfahrensfront wird es ruhiger und in vielen Kanzleien werden die Bücher geschlossen. Manch einer wird in Erwartung der Partnerausschüttung schon seinen Wunschzettel schreiben.

Bei den Anwälten von King & Wood Mallesons fällt der wohl kurz aus. Ihnen fehlt vor allem ein solventer Geldgeber, nachdem allzu viele Partner der Kanzlei den Rücken gekehrt haben – und der Rest nicht mehr so richtig an sich selber glaubt. Wie sonst ist das „Nein“ zur Rekapitalisierung zu erklären, die mit einer engeren Bindung an die Kanzlei verbunden war? Vielleicht vor allem damit, dass sich King & Wood-Anwälte längst nach einem neuen Zuhause sehnen („Kein Land in Sicht“).

Bei anderen bleiben in puncto Geldsäckel momentan kaum Wünsche offen: Top-Juraabsolventen können sogar hoffen, dass sich die Gehälterspirale noch munter weiter dreht („Trommelfeuer im Gehälterkrieg“) – derzeit beschert sie Berufseinsteigern Gehälter von bis zu 140.000 Euro. Summen, die in anderen Branchen als irrational angesehen werden.

Auch der Gesetzgeber hat mit Blick auf 2017 schon seine Wunschliste geschrieben: Neue Regeln für das digitale Arbeiten stehen zum Beispiel darauf („Richtungsweisend“), ebenso wie ein deutsches Datenschutzrecht, das die Europäische Datenschutz-Grundverordnung umsetzt („Berlin muss nachbessern“) oder neue Klagemöglichkeiten für Verbraucher („Es läuft und läuft und läuft. Nicht“).

Wir beim JUVE Rechtsmarkt wünschen uns vor allem viele neue Leser. Nicht für uns, sondern für die Kollegen vom JUVE Steuermarkt. Die stehen in den Startlöchern, um ab kommenden März Steuerberater mit Informationen zu versorgen. Eine Leseprobe, wie das wohl aussehen wird, haben wir diesem Heft beigelegt.

Viel Spaß beim Lesen und mehr Zeit zum Wünschen

Ihre Ulrike Barth
(ulrike.barth@juve.de)

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